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Das Geschlecht beeinflusst maßgeblich die Pharmakokinetik, insbesondere von systemisch verabreichten Wirkstoffen. Häufig sind Frauen deshalb bei gleicher Standarddosierung höheren Wirkstoffexpositionen ausgesetzt und zeigen unterschiedliche Nebenwirkungsprofile. Die geschlechtersensible Onkologie ist inzwischen unverzichtbar – doch es gibt dringenden Nachholbedarf, wie Brioli und Engeli aufzeigen.
Wie steht es um den Forschungsstandort Deutschland? Auch darüber wird auf dem DKK 2026 fleißig diskutiert werden. Deutschland hinkt in Sachen klinische Studien deutlich hinter anderen Ländern her (wir berichteten). Reinacher-Schick bemängelt, dass die Prozesse schlicht zu lange dauern, sowohl bis Studienstart als auch in der Rekrutierung. Die Grundlagen- und präklinische Forschung seien in Deutschland exzellent. Bürokratieabbau und eine gemeinsame Anstrengung von allen Seiten könnten der Schlüssel sein, um Deutschland wieder an die Spitze zu bringen.
Grundsätzlich wird es in den kommenden Tagen auf dem DKK 2026 vor allem um die onkologische Versorgung in Deutschland gehen. Ob Krankenhausreform, Künstliche Intelligenz oder innen- und außenpolitische Herausforderungen – an Gesprächsbedarf mangelt es nicht. Und wo stehen wir eigentlich in Sachen Krebsprävention? Zahlen sich unsere nationalen sowie internationalen Bemühungen aus? Eine gute Diskussionsgrundlage könnte womöglich ein Sonderbericht zu Europas Plan gegen den Krebs bilden, dessen Veröffentlichung der Europäische Rechnungshof für morgen angekündigt hat.
Veranstaltungstipp der Kongresspräsidentin:
- Zugang zu Versorgung und Forschung in herausfordernden Zeiten
Plenarsitzung mit Keynote-Lecture von Prof. Alena Buyx, 19.02., 15 – 16:30 Uhr
Unsere Empfehlungen:
- Presidential Sitzung
18.02., 17:15 – 18:15 Uhr
- Krankenhausgesetzgebung: Von der Reform zum Reförmchen?
19.02., 15 – 16:30 Uhr
- Plenar: Oncology in the age of AI
19.02., 16:45 – 18:15 Uhr
- Zukunft gestalten!? Eine Pharmastrategie für eine bessere Krebsversorgung
20.02., 8 – 9 Uhr
- Europe's Beating Cancer Plan: Europe's mission ‒ Germany's vision
20.02., 10:45 – 12:15 Uhr
Wichtige Impulse für die Zukunft erhofft sich die Kongresspräsidentin auch vom onkologischen Nachwuchs. Reinacher-Schick sieht insbesondere im umgekehrten Mentoring-Modell großes Potenzial, von den jüngeren Kolleginnen und Kollegen beispielsweise mit Blick auf Digitalisierung und Soziale Medien zu lernen. Im Rahmen der Nachwuchsförderung stellt der DKK 2026 Studierenden ein speziell zugeschnittenes Programm bereit, unter anderem mit:
- Studierendentag inkl. Scientific Speed-Dating und Meet the Expert
19.02., 8 – 16 Uhr
- Tag der Jungen Onkolog:innen
20.02., 10:45 – 16:30 Uhr
- Science Slam
20.02., 16:45 - 18:45 Uhr
Neben den hier genannten Empfehlungen bietet der DKK 2026 auch in diesem Jahr wieder ein spannendendes wissenschaftliches Programm – gefüllt mit Highlight-, Schnittstellen- und Fortbildungssitzungen zu allen onkologischen Fachdisziplinen. Es liegen also ein paar erkenntnisreiche Tage vor uns. In unserem zweiten Sondernewsletter am Samstag werden wir Ihnen dann von unseren Highlights berichten und wichtige Erkenntnisse noch einmal zusammenfassen.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Milo Klesse und Ihre Lena Johannes
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