Ausgabe 14/2026

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Donnerstag, 02. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist der Startschuss gefallen: Seit gestern ist das Lungenkrebs-Screening für bestimmte Risikopatienten Kassenleistung. Zumindest theoretisch besteht nun die Möglichkeit, infrage kommende Patienten darin einzuschließen und so gegebenenfalls eine Erkrankung in einem Stadium zu erkennen, in dem die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung höher ist. Mit dem praktischen Beginn des Screenings wird es aber wohl noch dauern: Es braucht noch entsprechende Netzwerke von Zuweisern, Radiologen und auf Lungenkrebs spezialisierten Zentren, die Kandidaten gemeinsam durch das Screening schleusen. Einige Kommunikationswege sind noch nicht geklärt und bei den Arbeitsmedizinern gibt es noch offene Abrechnungsfragen. Wie hoch der zeitliche Aufwand für das Screening vor allem bei den Niedergelassenen kalkuliert werden muss, steht und fällt natürlich auch damit, wie stark das Angebot von Versicherten in Anspruch genommen wird. Jetzt sind erst einmal Geduld und Orientierung angesagt.
Das Angebot des Lungenkrebs-Screenings beschränkt sich derzeit auf Zigarettenkonsumenten – Nikotin-Vaper bleiben außen vor. Möglicherweise ändert sich das irgendwann in der Zukunft, denn in einem aktuellen Review hat eine australische Arbeitsgruppe festgestellt, dass das Dampfen nikotinhaltiger E-Zigaretten „wahrscheinlich“ Lungen- und Mundhöhlenkrebs verursacht. Die Forschenden stützen sich dabei auf Daten aus klinischen Studien, Tierexperimenten und Laborbefunden, betonen aber, dass das genaue Ausmaß des Risikos wegen fehlender Langzeitdaten noch unklar ist. Ihre Warnung: Bei Tabakrauchen habe es rund 100 Jahre gedauert, bis es offiziell als Ursache von Lungenkrebs anerkannt wurde – bei E-Zigaretten solle man nicht denselben Fehler machen.
Gute Nachrichten gibt es zum Thema Kleinzelliger Lungenkrebs: Wissenschaftler an der Uniklinik Köln wollen diesem Krebstyp jetzt mit weiter entwickelten CAR-T-Zellen zu Leibe rücken. Dabei ist deren Herstellung sogar ohne Viren gelungen. Diese CAR-T-Zellen zielen auf B7-H3 ab und bleiben dank des Faktors c-JUN länger leistungsfähig.
Lesen Sie mehr dazu und weitere Neuigkeiten aus der Pneumologie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche und schöne Ostertage!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Lungenkrebs-Screening: Auch eine Blaupause für die Überwindung von Sektorengrenzen

Lungenkrebs-Screening: Auch eine Blaupause für die Überwindung von Sektorengrenzen

Seit dem 1. April ist das Lungenkrebs-Screening für Personen mit einem bestimmten Risikoprofil Kassenleistung. Doch so manches ist noch zu klären, und Patienten wie Ärzte werden Geduld mitbringen müssen.

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NEU ZUGELASSEN BEI SCHWEREM ASTHMAb

EXDENSUR – das erste & einzige Biologikum bei schwerem, unkontrolliertem Asthma mit Typ-2-Inflammation (charakterisiert durch Eosinophile), das mit nur 2 Injektionen im Jahr eine ultra-langanhaltende Wirkdauer bieten kann,b,1, ist seit dem 12. Februar zugelassen ist und jetzt verfügbar.1
Die neue Therapie: eine innovative Behandlungsoption mit klarem Fokus auf eine langfristige Behandlungsplanung.

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Neuer Review: Vaping verursacht wahrscheinlich Krebs

Der Konsum nikotinhaltiger E-Zigaretten führt wahrscheinlich zu Lungen- und Mundhöhlenkrebs: So lautet das Fazit der Autoren eines neuen Reviews im Journal „Carcinogenesis“.

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STIKO-Update: Prevenar 20® für junge Risikopatient:innen

Denken Sie bei Ihren jungen Patient:innen mit chron. Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. Asthma) an den Schutz vor Pneumokokken! Denn: Das Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung ist bei Kindern mit mind. einer Ko-Morbidität bis zu 17,8-fach erhöht.1 Seit Januar 2026 empfiehlt die STIKO nur noch Prevenar 20® für die Pneumokokken-Indikationsimpfung, auch für 2–17-Jährige.1

Fachinformation | Referenzen

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Mukoviszidose: Können Lungenzellen durch mRNA-Therapie den CFTR-Kanal ausreichend selbst herstellen?

Mukoviszidose: Können Lungenzellen durch mRNA-Therapie den CFTR-Kanal ausreichend selbst herstellen?

Von der Modulatortherapie können nicht alle Menschen mit Mukoviszidose (CF) profitieren ‒ wegen Unverträglichkeit oder aufgrund seltener CFTR-Varianten, bei denen die Modulatoren nicht greifen. Eine genbasierte Therapie könnte diesen Menschen helfen.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Ein Ansatz mit Künstlicher Intelligenz zur Unterscheidung von Plattenepithelkarzinomen der Lunge von Metastasen anderen Ursprungs
JAMA Netw Open 2026;9(3):e260908.

Globale Last von Infektionen der unteren Atemwege und Ätiologien 1990-2023. Systematische Analyse der Global Burden of Disease Study 2023
Lancet Infect Dis 2026;26(4):343-361.

High-flow- oder Standard-Sauerstoff bei akuter hypoxämischer respiratorischer Insuffizienz
N Engl J Med, 17.03.2026

 
 

Akute Lungenembolie: Gezieltes und wirksames Eingreifen mittels Katheter

Risikopatienten mit akuter Lungenembolie können von einer gezielten ultraschallunterstützten, kathetergesteuerten Therapie profitieren. Das zeigt eine Studie unter wissenschaftlicher Leitung der Universitätsmedizin Mainz.

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Neue Hoffnung bei Kleinzelligem Lungenkrebs: Weiterentwicklung der CAR-T-Zelltherapie

Neue Hoffnung bei Kleinzelligem Lungenkrebs: Weiterentwicklung der CAR-T-Zelltherapie

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln hat wichtige Fortschritte im Kampf gegen den Kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) erzielt.

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KURZMELDUNGEN:

Nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Anpassung der Krankenhausreform (KHAG) im Bundesrat warnen die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Krebsgesellschaft und das Deutsche Krebsforschungszentrum vor erheblichen Risiken für die Qualität der onkologischen Versorgung in Deutschland.
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In einem neuen vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erstellten ThemenCheck-Bericht zum Thema Lungenkrebs geht es um die Rolle Künstlicher Intelligenz bei der Bewertung von Daten aus bildgebenden Verfahren. Stellungnahmen dazu sind noch bis zum 21. April möglich.
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Vielerorts wird über Ärztemangel geklagt. Deshalb ist Deutschland zunehmend auf Mediziner aus dem Ausland angewiesen. Und die sollen ihre Arbeit schneller aufnehmen können als bisher.
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TERMINE:

PneumoPraxis – Pneumologischer Praxiskongress
24.04.-25.04.2026
Erfurt

13. Symposium – Seltene Lungenerkrankungen im Fokus
25.04.2026
Mainz

FOMF-Kurs: Pneumologie Refresher Hamburg
28.05.- 30.05.2026
Hamburg

BerlAir – Berliner Beatmungs- und Weaningkurs
29.05.-31.05.2026
Berlin

New frontiers of respiratory health: the present and future of early detection
16.06.-17.06.2026
Warschau (Polen)

 
 

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