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Liebe Leserinnen und Leser,
nun ist der Startschuss gefallen: Seit gestern ist das Lungenkrebs-Screening für bestimmte Risikopatienten Kassenleistung. Zumindest theoretisch besteht nun die Möglichkeit, infrage kommende Patienten darin einzuschließen und so gegebenenfalls eine Erkrankung in einem Stadium zu erkennen, in dem die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Behandlung höher ist. Mit dem praktischen Beginn des Screenings wird es aber wohl noch dauern: Es braucht noch entsprechende Netzwerke von Zuweisern, Radiologen und auf Lungenkrebs spezialisierten Zentren, die Kandidaten gemeinsam durch das Screening schleusen. Einige Kommunikationswege sind noch nicht geklärt und bei den Arbeitsmedizinern gibt es noch offene Abrechnungsfragen. Wie hoch der zeitliche Aufwand für das Screening vor allem bei den Niedergelassenen kalkuliert werden muss, steht und fällt natürlich auch damit, wie stark das Angebot von Versicherten in Anspruch genommen wird. Jetzt sind erst einmal Geduld und Orientierung angesagt.
Das Angebot des Lungenkrebs-Screenings beschränkt sich derzeit auf Zigarettenkonsumenten – Nikotin-Vaper bleiben außen vor. Möglicherweise ändert sich das irgendwann in der Zukunft, denn in einem aktuellen Review hat eine australische Arbeitsgruppe festgestellt, dass das Dampfen nikotinhaltiger E-Zigaretten „wahrscheinlich“ Lungen- und Mundhöhlenkrebs verursacht. Die Forschenden stützen sich dabei auf Daten aus klinischen Studien, Tierexperimenten und Laborbefunden, betonen aber, dass das genaue Ausmaß des Risikos wegen fehlender Langzeitdaten noch unklar ist. Ihre Warnung: Bei Tabakrauchen habe es rund 100 Jahre gedauert, bis es offiziell als Ursache von Lungenkrebs anerkannt wurde – bei E-Zigaretten solle man nicht denselben Fehler machen.
Gute Nachrichten gibt es zum Thema Kleinzelliger Lungenkrebs: Wissenschaftler an der Uniklinik Köln wollen diesem Krebstyp jetzt mit weiter entwickelten CAR-T-Zellen zu Leibe rücken. Dabei ist deren Herstellung sogar ohne Viren gelungen. Diese CAR-T-Zellen zielen auf B7-H3 ab und bleiben dank des Faktors c-JUN länger leistungsfähig.
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