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Liebe Leserinnen und Leser,
die Gesundheitssysteme in Europa müssen sich im Zuge des Klimawandels laut aktuellen Forschungsergebnissen offenbar auf eine stärkere Belastung durch Fälle von Obstruktiver Schlafapnoe einstellen. Das hat eine Auswertung von Schlafdaten zu mehr als 67.000 Personen in 17 europäischen Ländern ergeben.
Das Forscherteam aus Australien (wo man sich ja mit Hitzewellen gut auskennt) hatte Daten zu dieser Untersuchung schon früher im Jahr auf dem Kongress der American Thoracic Society vorgestellt, nun folgte eine Veröffentlichung im „European Respiratory Journal“. Die Wissenschaftler beobachteten, das während Hitzewellen eine Obstruktive Schlafapnoe häufiger auftritt und auch schwerer ausfällt. In zukünftigen Arbeiten möchten sie unter anderem erforschen, wie sich dem entgegensteuern lässt. Dabei wäre sicher ein Blick auch auf die Behandlungsmöglichkeiten interessant: Denn ein Patient, der nachts unter hohen Temperaturen leidet, wird unter Umständen auf das Tragen einer CPAP-Maske lieber verzichten – ein Teufelskreis.
Apropos Schlafapnoe: Die American Academy of Sleep Medicine (AASM) macht auf eine aktualisierte Leitlinie zur Zentralen Schlafapnoe aufmerksam sowie auf neue Empfehlungen zum Umgang mit der Obstruktiven Schlafapnoe speziell bei Patienten, die sich in stationärer Behandlung befinden. Die letztgenannte Leitlinie schließt laut der AASM eine Lücke im Management dieser Patienten.
Weitere Beiträge in unserem Newsletter beschäftigen sich – passend zur beginnenden Hochsaison von Atemwegsviren – mit neuen Erkenntnissen zu Strategien des Immunsystems, die auch Auswirkungen auf die Entwicklung neuer Impfstoffe haben können, sowie mit dem neuen deutschen Forschungsverbund FLU-PREP.
Kommen Sie gut durch die Restwoche!
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