Ausgabe 37/2025

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Donnerstag, 11. September 2025

Liebe Leserinnen und Leser, 

was schon so lange diskutiert wird, soll nun endlich Wirklichkeit werden: Vor wenigen Wochen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Einführung eines nationalen Lungenkrebs-Screenings in Deutschland beschlossen. Teilnahmeberechtigt werden Personen sein, die zwischen 50 und 75 Jahre alt sind und über mindestens 25 Jahre hinweg stark geraucht haben beziehungsweise auf einen Konsum von 15 Packungsjahren kommen. Der Startschuss für das deutsche Screening-Programm wird laut dem G-BA wahrscheinlich im April kommenden Jahres fallen. 

In anderen Ländern existieren zwar bereits seit Längerem Lungenkrebs-Screening-Programme, doch hier sei noch einiges nachzujustieren, wie Referenten auf der gerade zu Ende gegangenen World Conference on Lung Cancer in Barcelona (Spanien) berichteten. Zur Diskussion gestellt wurden dabei eine Erweiterung der Altersgrenze auf 80 Jahre (Großbritannien) und die stärkere Berücksichtigung einer besonderen Hochrisikogruppe (USA). Worum es dabei genau geht, können Sie in dieser Woche in unserem Newsletter nachlesen. Weitere Berichte vom diesjährigen WCLC finden Sie dann in der nächsten Ausgabe unserer Zeitschrift KOMPAKT PNEUMOLOGIE, die im Oktober erscheinen wird.

In Barcelona beim WCLC vorgestellt wurden auch Ergebnisse einer Patientenbefragung durch die Organisation Lung Cancer Europe (LuCE). Die Ergebnisse sind erschreckend : Viele Betroffene fühlen sich nicht gut informiert und daher nicht dazu in der Lage, gemeinsam mit ihrem Arzt Entscheidungen über das therapeutische Vorgehen zu treffen. Gründe für den Mangel an Informiertheit gibt es der Umfrage zufolge einige, doch einer sticht besonders hervor: Erklärungen, in denen Mediziner sich vorwiegend medizinischer Fachsprache bedienen und die deshalb den meisten Patienten nicht helfen. 

Auf eine allgemein verständliche Ausdrucksweise umzuschalten, fällt sicher nicht leicht, wenn der Tag voll ist mit Konsultationen, dem Lesen von Fachliteratur, Arztbriefen und ähnlichen Aufgaben, bei denen Fachtermini unerlässlich sind. Doch den meisten Patienten wäre es sehr viel wert, wenn man sich im Gespräch mit ihnen um Allgemeinverständlichkeit bemühen würde.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Restwoche!

 




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
WCLC 2025: Studienergebnisse sprechen für Erweiterung des Lungenkrebs-Screenings in den USA

WCLC 2025: Studienergebnisse sprechen für Erweiterung des Lungenkrebs-Screenings in den USA

Erkenntnisse aus der Female Asian Nonsmoker Screening Study (FANSS) beleuchten den potenziellen Wert eines Screenings auf Lungenkrebs mittels Niedrigdosis-Computertomographie (LDCT) in einer wachsenden, aber bislang noch zu wenig beachteten Population: Nichtraucherinnen asiatischer Abstammung.

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CTEPH-Risiko nach Lungenembolie erkennen

Haben Sie Patienten mit einer akuten Lungenembolie (LE)? Dann sollten Sie wachsam bleiben, denn Patienten können nach einer LE eine chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) entwickeln. Lesen Sie hier, welche Patienten ein hohes Risiko für CTEPH haben und wie Sie die CTEPH behandeln.

Fachinformation

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Britische Studie: Auch ältere Senioren können von Lungenkrebs-Screening profitieren, wenn OP möglich

Senioren höheren Alters, die für die Teilnahme an einem Lungenkrebs-Screening infrage kommen, können danach möglicherweise mit ähnlichen Überlebens-Outcomes rechnen wie jüngere Personen. Das geht aus einer neuen Untersuchung hervor.

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Was bei Bronchiektasen-Erkrankungen wie ein Tornado wirkt?

Bei der Bronchiektasen-Erkrankung (BE) kann die neutrophile Entzündung zerstörerische Kraft entfalten.1 Sie ist mit fortschreitenden Lungenschäden und Exazerbationen assoziiert,2,3 die für Patient:innen schwerwiegende Folgen haben.4

Referenzen

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WCLC 2025: Befragung europäischer Lungenkrebspatienten deutet auf Kommunikationslücken hin

WCLC 2025: Befragung europäischer Lungenkrebspatienten deutet auf Kommunikationslücken hin

Eine groß angelegte Umfrage der Organisation Lung Cancer Europe (LuCE) hat wichtige Hindernisse in der Kommunikation zwischen Patienten mit Lungenkrebs und deren Behandlern identifiziert. Diese führten dazu, dass Patienten nicht ausreichend informiert sein, um ihre Situation zu verstehen und um an Entscheidungen ihre Therapie betreffend mitzuwirken.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Was die Teilnahme an einem Lungenkrebs-Screening erleichtert oder behindert: Umbrella- und systematisches Review der globalen Evidenz
BMC Public Health 2025;25(1):2993.

Lungenkrebs-Screening: Mortalität in einer diversen Real-World-Kohorte 
Clin Lung Cancer 2025;26(6):e441-e446.

Transformation bei der Diagnose von Lungenkrebs: Rolle der Roboter-assistierten Bronchoskopie in der Früherkennung und beim Staging
Lung Cancer 2025 Aug:206:108646.

 
 

WCLC 2025: Steuerung der Immuntherapie beim Kleinzelligen Lungenkrebs im limitierten Stadium mithilfe zirkulierender Tumor-DNA

Laut einer Arbeitsgruppe aus China lässt sich mit einem Monitoring zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) bei Patienten mit Kleinzelligem Lungenkrebs im limitierten Stadium (LS-SCLC) der Einsatz einer konsolidierenden Immuntherapie feiner einstellen und individuell gestalten.

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Es beginnt mit Sphingomyelinasen: Wie Lipide die Vermehrung von Coronaviren beeinflussen

Es beginnt mit Sphingomyelinasen: Wie Lipide die Vermehrung von Coronaviren beeinflussen

Ein Forschungsteam von Virologen aus Gießen und Berlin hat die Rolle von Sphingolipiden für die Bildung von Replikationsorganellen bei Coronavirus-Infektionen entschlüsselt.

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KURZMELDUNGEN:

Seit 100 Tagen ist der neue, erstmals hauptamtliche Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) im Amt. In dieser Zeit hat Prof. Thomas Bahmer bereits wichtige Weichen für zentrale Projekte gestellt.
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Schwere Infektionen mit Influenza-A-Viren sind durch eine überschießende Immunantwort geprägt. Bisher war unklar, warum manche Virusstämme diesen Zytokinsturm auslösen, andere jedoch nicht. Forschende des Paul-Ehrlich-Institutes haben nun Antworten gefunden.
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Der jüngst veröffentlichte Jahresbericht des Deutschen Reanimationsregisters zur innerklinischen Reanimation zeigt: In deutschen Krankenhäusern wird bei Herz-Kreislauf-Stillständen schnell reagiert – die Überlebenschancen bleiben dennoch gering.
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TERMINE:

European Respiratory Society Congress 2025
27. September - 1. Oktober 2025
Amsterdam, Niederlande

42. InterPneu Nürnberg
10. - 11. Oktober 2025
Nürnberg

 
 

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