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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
um zu ermitteln, wie stark Patienten von einer Chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung betroffen sind und wie weit ihre körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist, kommt standardmäßig der Sechs-Minuten-Gehtest zum Einsatz. Dabei wird bekanntermaßen die Gehgeschwindigkeit dokumentiert beziehungsweise, welche Gehstrecke der Patient innerhalb des definierten Zeitrahmens zurückzulegen in der Lage ist. Doch ist das schon alles, was das Gehen über den Zustand von COPD-Betroffenen aussagt? Nein, glauben die Autoren einer europäischen Studie: Ihnen zufolge liefert eine Beurteilung der Gangqualität – die nicht nur das Tempo, sondern auch Schrittlänge und -frequenz berücksichtigt – detailliertere Informationen über den COPD-Status.
Zum Thema Pneumo-Onkologie gibt es Neues von der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die in der vergangenen Woche zu Ende gegangen ist. Hier präsentierten Forschende Daten aus der Fünf-Jahres-Analyse der Studie CheckMate-816 zum Nichtkleinzelligen Lungenkrebs. Diese hat ergeben, dass eine neoadjuvante Immuntherapie plus Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie das Langzeitüberleben deutlich verbessert.
Außerdem berichten wir in dieser Woche über eine Untersuchung aus Bochum zur protrahierten bakteriellen Bronchitis im Kleinkindalter, über besorgniserregende aktuelle Zahlen des Nationalen Referenzzentrums zu multiresistenten Bakterien und über die Entwicklung des KI-Assistenten „AIdvice Assistant“ in München. Dieser soll sich darauf spezialisieren, Fragen zu Krebserkrankungen zu beantworten.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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