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Liebe Leserinnen und Leser,
die innere Uhr des Menschen wird vor allem durch den Hell-Dunkel-Wechsel der Tageszeiten eingestellt. Deshalb denkt man bei Faktoren, die diese Uhr aus dem Takt bringen, am ehesten an regelmäßige Berufstätigkeit in der Nacht oder in Wechselschichten. Oder an Menschen, die nicht der Arbeit wegen die Nacht häufig zum Tag machen. Laut einer neuen Studie werden die Prozesse, durch die der zirkadiane Rhythmus eingestellt wird, offenbar gewebespezifisch gesteuert – also in der Lunge anders als in der Leber. Die Autoren konnten in Mäusen 1500 Proteine direkt identifizieren, die über verschiedene Organe und Tageszeiten hinweg mit dem Mechanismus der zirkadianen Uhr assoziiert waren. Drei Schlüsseltranskriptionsfaktoren, die an der Gewebeentwicklung und der Aufrechterhaltung der Zellidentität beteiligt sind, erwiesen sich dabei als für die gewebespezifische Modulation verantwortlich.
Vor diesem Hintergrund sind wohl die Ergebnisse einer weiteren neuen Veröffentlichung nicht sehr überraschend: Darin berichten Wissenschaftler des Barcelona Institute for Global Health über einen spezifischen Faktor, der das Risiko für Long-COVID erhöht: Nachtarbeit. Doch offenbar führt nicht nur eine Lebensweise, die dem Tag-Nacht-Rhythmus beziehungsweise dem natürlichen Wechsel von Phasen der Ruhe und Aktivität zuwiderläuft, zu einem Verstellen der biologischen Uhr. Laut einer aktuellen Untersuchung einer internationalen Arbeitsgruppe erklärt sich die Anfälligkeit für ein zirkadianes Ungleichgewicht nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern aus einem Zusammenspiel mehrerer Eigenschaften mit teils genetischer Grundlage. Lesen Sie mehr dazu und zu weiteren Themen aus der Pneumologie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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