Ausgabe 20/2026

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Donnerstag, 14. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an EVALI – die Fälle schwerer Lungenschädigungen, die vor sieben Jahren vor allem in den USA gehäuft auftraten und mit dem Konsum von E-Zigaretten oder Vaping-Produkten in Zusammenhang standen? So traurig es ist, aber in diesen teilweise dramatischen Vorfällen scheint auch etwas Gutes zu liegen: In einer kürzlich veröffentlichten Analyse rechnen deren Autoren vor, dass das Jahr 2019 einen Wendepunkt beim Vaping unter US-Jugendlichen darstellte – auch wegen EVALI. Ausschlaggebend seien aber neben diesen Ereignissen auch intensive Anti-Vaping-Kampagnen gewesen. Letzten Endes habe wohl das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren die Zahlen gedrückt.

Die Wissenschaftler berichten, dass nach EVALI und nach dem Anlaufen nationaler Anti-Vaping-Kampagnen deutlich mehr Jugendliche versuchten, mit dem Vaping aufzuhören. Auch hatten weniger Nicht-Vaper Interesse an einem Einstieg in den Konsum. Besonders die EVALI-Berichterstattung haben sich offenbar abschreckend auf Jugendliche ohne Vaping-Erfahrung ausgewirkt, schreiben die Studienautoren. Insgesamt sank die Verbreitung von Vaping nach 2019 in den USA deutlich.

Auch in dieser Woche geistert immer noch das Andes-Virus durch die Medien – es ist spürbar, dass die COVID-19-Pandemie im kollektiven Gedächtnis Spuren hinterlassen hat. Aber: Die Öffentlichkeit ist zwar interessiert, glücklicherweise hält sich jedoch die Aufregung in Grenzen. Inzwischen wurde erstmals die vollständige Sequenz des bei einem der Betroffenen gefundenen Virus veröffentlicht. Erste Analysen zeigen keine Hinweise auf eine neue oder stärker übertragbare Virusvariante, allerdings betonen Experten, dass dies noch keine Entwarnung erlaubt, da dafür weitere Daten nötig seien. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als gering ein.

Lesen Sie mehr dazu und weitere Meldungen aus der Pneumologie in unsere Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Vaping-Abwärtstrend unter US-Jugendlichen: Erfolg von Kampagnen und EVALI-Berichterstattung

Vaping-Abwärtstrend unter US-Jugendlichen: Erfolg von Kampagnen und EVALI-Berichterstattung

Forschende haben herausgefunden, dass sowohl Werbekampagnen gegen Vaping als auch eine umfassende Berichterstattung über EVALI-Fälle entscheidend dazu beigetragen haben, dass das Jahr 2019 zu einem Wendepunkt hinsichtlich der Verbreitung des Vapings unter US-amerikanischen Jugendlichen wurde.

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EVEREST: Überlegenheit von DUPIXENT® im H2H-Vergleicha,1

Welches Biologikum würden Sie für Ihre Asthma-Patienten mit erhöhtem IgE wählen? Die EVEREST-Studie belegt die Überlegenheit von DUPIXENT®* vs. Omalizumab bei CRSwNP mit komorbidem Asthma und erhöhtem IgE:a,b,1,2 signifikante Verbesserungen in allen CRSwNP- und Asthma-Endpunkten.c Die gezielte Hemmung der Typ-2-Inflammation ist wirksamer als eine IgE-Hemmung.a,1

Fachinformation | Pflichttext /FKI

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Sarkoidose: Lungen-CT kann wichtige Unterschiede im Schweregrad aufzeigen

Eine neue Studie von US-Forschern hat ergeben, dass unterschiedliche Muster auf Computertomographie-Scans der Lunge Aufschluss über den Schweregrad einer Sarkoidose und deren Auswirkungen auf die Lungenfunktion geben können.

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United Airways: Allergie & Asthma Hand in Hand therapieren

80% der Asthmapatienten leiden auch an allergischer Rhinitis¹ – die gemeinsame Betrachtung im Sinne der „United Airways“ ist entscheidend. Die duale Fixkombination RYALTRIS* bei Allergie war 43% wirksamer als Mometason allein². Relvar Ellipta+ verbesserte mit 1×tgl. Anwendung die Adhärenz³ und Asthmakontrolle⁴.

*Bei mäßiger - schwerer allerg. Rhinitis ab 12 J.
+ab 12 J., bei indizierter ICS/LABA-Therapie
Quellen und Pflichttext

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Risikofaktoren für eine Postextubationspneumonie nach Allgemeinanästhesie

Risikofaktoren für eine Postextubationspneumonie nach Allgemeinanästhesie

Schluckbeschwerden nach Extubation sind ein bekanntes Phänomen nach längerer mechanischer Beatmung, beispielsweise bei Intensivpatienten. Sie können aber auch nach kürzerer Intubation im Rahmen einer Allgemeinanästhesie auftreten – und eine Postextubationspneumonie auslösen.

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UNSERE AUSWAHL: AKTUELLES AUS INTERNATIONALEN JOURNALS

Nichtinvasive Atemunterstützung und Intubationskriterien in randomisierten Studien zur akuten hypoxämischen Ateminsuffizienz: eine systematische Übersicht und Netzwerk-Metaanalyse.
Lancet Respir Med 2026:S2213-2600(26)00039-1.

Perioperative Ergebnisse bei roboterassistierter versus videoassistierter thorakoskopischer Chirurgie beim Nichtkleinzelligen Lungenkrebs nach neoadjuvanter Therapie.
Ann Thorac Surg 2026;121(5):1184–1193.

Lungengefäß-Merkmale in der Thorax-Computertomographie korrelieren unterschiedlich mit negativen Krankheitsverläufen bei Rauchern in der COPDGene-Studie.
Ann Am Thorac Soc 2026;23(4):527–535.
 
 

Hantavirus-Ausbruch: Genom des Andes-Virus bei Schweizer Patienten entschlüsselt

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff ist die erste vollständige Sequenz des Andes-Virus veröffentlicht worden, mit dem einer der Reisenden infiziert ist. Auf Basis der Sequenzdaten gebe es derzeit keinen Hinweis auf eine veränderte Übertragbarkeit. Anlass zur Entwarnung geben die Daten nach Ansicht von Experten aber noch nicht. Sie könnten jedoch das Kontaktpersonen-Management unterstützen.

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Lungenkrebs-Screening: Intervention kann Teilnahme an Folgeuntersuchungen fördern, wichtig für zunächst unauffällige Raucher

Lungenkrebs-Screening: Intervention kann Teilnahme an Folgeuntersuchungen fördern, wichtig für zunächst unauffällige Raucher

Im Rahmen des Lungenkrebs-Screenings sollen Risikopatienten alle zwölf Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie untersucht werden ‒ eine gezielte Intervention könnte dazu beitragen, dass die Screening-Kandidaten auch zu Folgeuntersuchungen kommen. Eine andere Studie deutet darauf hin, dass ein personalisiertes Langzeit-Monitoring auf Basis der Raucheranamnese sinnvoll sein könnte.

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KURZMELDUNGEN:

Bereits im mittleren Lebensalter ist Multimorbidität in Deutschland weit verbreitet. Das geht aus einer aktuellen Versorgungsatlas-Studie hervor.
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Laut einer großen US-amerikanischen Studie haben unverheiratete Erwachsene ein deutlich höheres Krebsrisiko als Verheiratete. Das erhöhte Risiko betrifft nahezu alle wichtigen Krebsarten und ist besonders ausgeprägt bei vermeidbaren Krebsarten.
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Laut einer Studie der Technischen Universität Berlin neigen ChatGPT-Modelle bei Gesundheitsfragen zu übervorsichtigen Empfehlungen. Für die gezielte Patientensteuerung im Gesundheitssystem reicht das aktuell nicht aus.
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TERMINE:

57. Bad Reichenhaller Kolloquium
19.–20. Juni 2026
Bad Reichenhall

 
 

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