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Liebe Leserinnen und Leser,
vor einigen Wochen berichteten wir über die vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit veröffentlichte Drogenaffinitätsstudie 2026, die zeigte: Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher (12–17 Jahre) ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Hendrik Streeck, sah in den Ergebnissen der Untersuchung „ein klares Warnsignal“ und machte unter anderem auf die Gefahren für Herz und Kreislauf junger Konsumenten aufmerksam.
Eine gerade veröffentlichte kleine Studie an etwas älteren (18–30 Jahre) als für die Drogenaffinitätsstudie Befragten belegt dann auch, dass sowohl E‑Zigaretten-Konsum als auch Tabakrauchen mit einer um etwa 15 Prozent geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit, einer reduzierten Sauerstoffaufnahme sowie einer eingeschränkten Gefäß- und Lungenfunktion einhergehen – und dass auch wenn die Lungenfunktion in Ruhe normal ist. Unter Belastung traten in der Studie sowohl bei jungen Rauchern als auch Vapern eine frühe Laktatbildung, stärkere Dyspnoe und Muskelermüdung auf, begleitet von Hinweisen auf vaskuläre Entzündungsprozesse. Die Studienautoren sehen darin Hinweise darauf, dass Vaping ähnliche gesundheitliche Nachteile wie Rauchen haben kann. Ihre Forschungsergebnisse lieferten Argumente für präventive Regulierungsmaßnahmen in dieser Altersgruppe, meinen die Wissenschaftler. Wenn man die Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie 2026 betrachtet, müssen solche aber natürlich viel früher greifen.
Wenn die präventiven Maßnahmen ausgeblieben sind oder nicht funktioniert haben und der Zigarettenkonsum erst einmal begonnen hat, fällt es vielen schwer, wieder davon loszukommen. Der Erfolg der dafür geeigneten Mittel – Entwöhnungsprogramme, Nikotinersatz oder Medikamente – kann durch körperliche Aktivität unterstützt werden, wie Autoren einer aktuellen Übersichtsarbeit belegen. Das gilt zumindest für Zigarettenraucher – für das Vaping lagen keine entsprechenden Daten vor. Mehr zu diesen und weiteren Themen erfahren Sie in dieser Woche in unserem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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