Studie: Gesundheitskompetenz Jugendlicher ist höher als die von Erwachsenen14. Juli 2026 Ein Team aus Studierenden BWL-International Business hat die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen erforscht. (Quelle: © Elisabeth Ligendza/DHBW Ravensburg) Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg haben eine bundesweite Studie zur Gesundheitskompetenz von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren durchgeführt. Dabei schnitten die Jugendlichen besser ab als Erwachsene oder die Gesamtbevölkerung. Für Jugendliche ist Gesundheitskompetenz besonders relevant. Sie wachsen in einer Welt auf, in der Gesundheitsinformationen jederzeit über soziale Medien, Suchmaschinen und unzählige andere Quellen verfügbar sind – seriöse und unseriöse gleichermaßen. Wer Warnzeichen richtig deutet, medizinische Informationen einordnen und verlässliche von fragwürdigen Quellen unterscheiden kann, trifft bessere Entscheidungen für die eigene Gesundheit. In dieser Lebensphase werden zudem viele Gewohnheiten geprägt, die sich später auf das gesamte Erwachsenenleben auswirken. Gesundheitskompetenz im Jugendalter ist damit ein zentraler Baustein für langfristige Prävention.Bislang gab es jedoch kaum belastbare Daten darüber, wie es um diese Kompetenz bei jungen Menschen in Deutschland tatsächlich bestellt ist. Genau diese Lücke schließt das Projekt. Die Studie, an der 1465 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren teilnahmen, fragte unter anderem nach dem Anreiz von Jugendlichen, sich mit dem Thema Gesundheit zu beschäftigen. Hohe Werte ergab dies für die Themen mentale Gesundheit, gesünder aussehen sowie Freunde und Familie schützen. Die Bewertung der Gesundheitskompetenz der Jugendlichen ergab einen deutlich höheren Wert als bei Erwachsenen und in der Gesamtbevölkerung. Hohes Interessen an jugendgerechten digitalen Inhalten Für die Messung der allgemeinen Gesundheitskompetenz kam der HLS19-Q12-Fragebogen zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um einen Fragebogen, der im Rahmen des „European Health Literacy Population Survey 2019–2021 (HLS19)“ durch das „WHO Action Network on Measuring Population and Organizational Health Literacy“ (MPOHL) entwickelt wurde und an Jugendliche angepasst wurde. Als wesentliche Gründe, warum sie sich nicht mit dem Thema Gesundheit beschäftigen, gaben die Befragten vor allem die fehlende Zeit dafür sowie die Frage nach der Verständlichkeit und der Verlässlichkeit der Informationen an. Rund 64 Prozent der Befragten signalisierten aber ein hohes Interesse an einer jugendgerechten digitalen Plattform. Neun von zehn der befragten Jugendlichen würden auch ein Schulfach Gesundheit befürworten.
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