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Liebe Leserinnen und Leser,
wenn man die wissenschaftliche Fachliteratur und Mitteilungen von Forschungsinstituten der jüngeren Vergangenheit durchblättert, fällt unter den wichtigen medizinischen Fortschritten und neuen Erkenntnissen auch auf: Die Zahl der Untersuchungen zu den Folgen großer Waldbrände nimmt zu. Da ging es allein in den vergangenen Tagen neben abnehmenden Vogelsichtungen im US-Bundesstaat New York nach Feuern in Kanada auch um die gesteigerte Inanspruchnahme von Notaufnahmen wegen Migräne und anhaltende Einflüsse auf die psychische Gesundheit von Risikopersonen.
Bisher stammten solche Untersuchungen weitestgehend aus dem Ausland. Nun aber brennt das Hohe Venn in Belgien, in unserer direkten Nachbarschaft also, und die Auswirkungen sind noch in großer Entfernung zu riechen – auch bei uns in Köln und noch weiter in Richtung Osten. Pneumologen und Allgemeinmediziner werden dieser Tage für die Publikumsmedien nach den Gefahren dieser Luftverschmutzung gefragt, ordnen ein und können eigentlich nur raten, sich möglichst keiner Belastung im Freien auszusetzen und die Fenster zu schließen, um die Feinstaub-Exposition zu meiden.
Mit ziemlicher Sicherheit werden wir in den kommenden Jahren eine Reihe wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Auswirkungen der Waldbrände des Sommers 2026 in Deutschland lesen. In dieser Woche berichten wir aber über die unterschiedlichen Raten von Tuberkulose-Erkrankungen bei Männern und Frauen, über eine neue 3D-gedruckte Membranarchitektur für die ECMO und aktuelle Erkenntnisse zum Thema Rauchen und Vaping.
Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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