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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Pneumologie,
dass schadstoffbelastete Luft erhebliche Auswirkungen auf die Lungengesundheit hat, ist klar. So kann Luftverschmutzung laut neuen Forschungsergebnissen bei Nichtrauchern zur Entstehung von Lungenkrebs beitragen und bei einer längerfristigen Exposition während einer Schwangerschaft das Asthmarisiko beim Nachwuchs erhöhen (wir berichteten).
Forschende aus Südkorea haben nun in einem Mausmodell speziell untersucht, wie das Immunsystem reagiert, wenn der Körper über Wochen Feinstaub ausgesetzt ist. Die beobachteten Effekte scheinen zu zeigen, dass die Reaktion des Immunsystems der eines allergischen Ansprechens gleicht. Das eröffnet aber laut den Wissenschaftlern auch Möglichkeiten für ein therapeutisches Eingreifen.
Beim Thema Luftverschmutzung denken die meisten wohl zuerst an qualmende Industrieschlote. Tatsächlich sind die Verfasser einer weiteren aktuellen Arbeit der Ansicht, dass Rückstände der Verbrennung fossiler Brennstoffe besonders toxisch für die Lunge sind. Sie hatten untersucht, wie sich die Schließung einer bestimmten Kokerei in den USA auf die Bewohner der unmittelbaren Umgebung auswirkte – und kamen zu einem Ergebnis, das sie in seiner Deutlichkeit überraschte.
Überraschendes stellte auch eine französische Arbeitsgruppe kürzlich im Hinblick auf lungengängiges Mikroplastik fest: Demnach sollte man sich in der Forschung zu diesem Thema nicht nur mit der Exposition draußen beschäftigen, sondern auch mit der in Innenräumen.
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Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!
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