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Liebe Leserinnen und Leser,
eine aktuelle Cochrane-Übersichtsarbeit stellt die bislang angenommene Wirksamkeit von Bewegung bei Hüftarthrose auf den Prüfstand. In 18 klinischen Studien mit überwiegend älteren Frauen führten verschiedene Trainingsprogramme nur zu einer durchschnittlichen Schmerzreduktion von etwa sieben Punkten auf einer 100-Punkte-Skala. Die körperliche Funktionsfähigkeit und Lebensqualität verbesserten sich ebenfalls nur geringfügig. Eine Abkehr von Bewegung lässt sich aus den Ergebnissen der Übersichtsarbeit jedoch nicht ableiten. Was ein Training speziell bei Hüftarthrose realistisch bewirken kann, muss in größeren Studien weiter untersucht werden.
Neue Ergebnisse des Essener Sonderforschungsbereichs „Treatment Expectation“ zeigen indes, dass eine allein durch verbale Suggestion hervorgerufene Schmerzlinderung und eine durch Lernerfahrungen verstärkte Placeboanalgesie auf teilweise überlappenden, aber auch unterschiedlichen neuronalen Signalwegen beruhen. „Künftig könnte uns dieses Wissen dabei helfen, gezieltere Strategien zu entwickeln, um die körpereigenen schmerzlindernden Systeme zu unterstützen und Behandlungsergebnisse zu verbessern“, resümiert die leitende Studienautorin Prof. Ulrike Bingel.
Weitere spannenden Meldungen im heutigen Newsletter befassen sich außerdem mit Waldbrandrauch als möglichem Trigger für akute Migräneattacken, mit neu entdeckten Genvarianten, die Einblicke in die Entstehung der Fibromyalgie liefern, sowie mit der aktualisierten S3-Leitlinie zur Palliativmedizin bei nicht heilbaren Krebserkrankungen.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht
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