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die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird bei Erwachsenen oft übersehen, kann aber ein relevanter Modulator chronischer Schmerzen sein, wie eine aktuelle Studie aus Japan andeutet. Darin waren ADHS-Merkmale bei Patienten mit chronischen Schmerzen deutlich häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Der Zusammenhang scheint indirekt: Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Emotionsregulationsprobleme gehen häufig mit Angst, Depression und negativen Denkmustern einher – Faktoren, die Schmerzintensität und -persistenz verstärken können. Ob die gezielte Behandlung von ADHS auch die Schmerzlast reduzieren kann, wollen die Forscher nun in prospektiven Studien klären.
Eine weitere noch relativ wenig erforschte Verbindung ist die zwischen Kreativität und Schmerz. Laut einer aktuellen Übersichtsarbeit in „Neuroscience & Biobehavioral Reviews“ sind die zugrundeliegenden Prozesse in überlappenden neurologischen Mechanismen begründet, was auch therapeutisches Potenzial birgt.
Das übergeordnete Ziel, neue therapeutische Behandlungsoptionen gegen Schmerzen zu finden, hat auch eine Forschungsgruppe unter Leitung des Max-Delbrück-Centrums. Um dieses Ziel zu erreichen, erstellten die Wissenschaftler eine detaillierte Karte von Nozizeptoren, die aufzeigt, welche Proteine auf molekularer Ebene am Schmerzsignaling beteiligt sind. Ein mögliches Targetprotein konnten sie bereits identifizieren.
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