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Liebe Leserinnen und Leser aus der Schmerzmedizin,
das Wissen um ethnische Unterschiede in der Prävalenz von Erkrankungen ist aus verschiedenen Gründen relevant. Beispielsweise lassen sich damit Frühdiagnostik und Risikoprofile verbessern, vulnerable Gruppen können gezielt präventiv unterstützt und die Versorgungsgerechtigkeit gefördert werden.
Eine US-amerikanische Querschnittanalyse deutete jüngst an, dass es mit Blick auf die Prävalenz der peripheren Neuropathie noch unbekannte soziale Faktoren gibt, die für die Erkrankung prädisponieren. Die Forscher hatten in einer Gruppe von circa 8000 Personen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe eine Vielzahl bekannter Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Neuropathie-Risiko untersucht – darunter Gesundheit, Lebensstil und soziale Faktoren.
Überraschend zeigte sich: Personen mit hispanischen Wurzeln hatten auch nach Berücksichtigung dieser Risikofaktoren ein höheres Neuropathierisiko als weiße und schwarze Teilnehmende. Für die verantwortlichen Forscher ein Hinweis darauf, dass für diese Bevölkerungsgruppe bislang unbekannte soziale Risikofaktoren existieren. Eine vergleichbare Erhebung in Deutschland wäre nicht nur wissenschaftlich spannend, sondern auch für die Versorgung der Betroffenen hierzulande bedeutsam.
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Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen
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