Ausgabe 31/2025

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Montag, 28. Juli 2025

Liebe Leserinnen und Leser aus der Schmerzmedizin,

das Wissen um ethnische Unterschiede in der Prävalenz von Erkrankungen ist aus verschiedenen Gründen relevant. Beispielsweise lassen sich damit Frühdiagnostik und Risikoprofile verbessern, vulnerable Gruppen können gezielt präventiv unterstützt und die Versorgungsgerechtigkeit gefördert werden.

Eine US-amerikanische Querschnittanalyse deutete jüngst an, dass es mit Blick auf die Prävalenz der peripheren Neuropathie noch unbekannte soziale Faktoren gibt, die für die Erkrankung prädisponieren. Die Forscher hatten in einer Gruppe von circa 8000 Personen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe eine Vielzahl bekannter Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Neuropathie-Risiko untersucht – darunter Gesundheit, Lebensstil und soziale Faktoren.

Überraschend zeigte sich: Personen mit hispanischen Wurzeln hatten auch nach Berücksichtigung dieser Risikofaktoren ein höheres Neuropathierisiko als weiße und schwarze Teilnehmende. Für die verantwortlichen Forscher ein Hinweis darauf, dass für diese Bevölkerungsgruppe bislang unbekannte soziale Risikofaktoren existieren. Eine vergleichbare Erhebung in Deutschland wäre nicht nur wissenschaftlich spannend, sondern auch für die Versorgung der Betroffenen hierzulande bedeutsam.

Erfahren Sie außerdem im heutigen Newsletter, wie sich virtuelles Waldbaden auf Stress auswirkt, was kardiale Eingriffe und Migräne verbindet, wie schnell eine Diagnose bei jungen Sportlern mit Rückenschmerzen erfolgen sollte und welche neuen wissenschaftlich fundierten Empfehlungen es für das Dehnen gibt.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen




   Ihre
   Dr. Aileen Hochhäuser

 

 
 
Einfluss von Race und Ethnie auf das Risiko einer peripheren Neuropathie

Einfluss von Race und Ethnie auf das Risiko einer peripheren Neuropathie

Hispanische Menschen haben im Vergleich zu Schwarzen und weißen Menschen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer peripheren Neuropathie, das sich einer aktuellen Studie zufolge nicht durch die gängigen Gesundheits-, Lebensstil- und sozialen Risikofaktoren erklären lässt.

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Virtuelles Waldbaden hilft beim Stressabbau

Virtuelles Waldbaden kann das emotionale Wohlbefinden verbessern – besonders dann, wenn die virtuelle Umgebung mehrere Sinne wie Hören, Sehen und Riechen gleichzeitig anspricht.

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Visuelle Aura: Winzige Hirnläsionen können zu Migränesymptomen führen

Visuelle Aura: Winzige Hirnläsionen können zu Migränesymptomen führen

Visuelle Auren können Anzeichen für kleine Verletzungen der visuellen Hirnrinde sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische klinische Studie, in der das Auftreten von Läsionen nach Eingriffen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen untersucht wurde.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Effekte monoklonaler Anti-CGRP-Antikörper auf Netzhautmerkmale bei Migränepatienten: Eine retrospektive optische Kohärenztomographie-Studie.
Ther Adv Neurol Dis 24.06.2025.

Mikronährstoffe und chronische Schmerzen: Eine Querschnittstudie.
Pain Pract 2025;25(5):e70053.

Cannabidiol und erhöhte Leberenzymwerte bei gesunden Erwachsenen: Eine randomisierte klinische Studie. 
JAMA InternMed 07.07.2025.

 
 

Rückenschmerzen bei jungen Sportlern: Wie wichtig ist eine schnelle Diagnose?

Bis zu 30 Prozent Kinder und Jugendliche, die intensiv Sport treiben, sind von Rückenschmerzen betroffen. Wann und wie schnell eine Diagnostik erfolgen sollte und warum das so wichtig ist, erklärt PD Dr. Michael Cassel, leitender Oberarzt der Hochschulambulanz der Universität Potsdam, Mitte August auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS).

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Erstmals wissenschaftlich fundierte Empfehlungen fürs Dehnen

Erstmals wissenschaftlich fundierte Empfehlungen fürs Dehnen

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Prof. Jan Wilke von der Universität Bayreuth hat erstmals konkrete Empfehlungen zum Thema Dehnen für die Praxis verfasst. Der Univerität zufolge helfe dies dabei, die seit Jahren bestehenden Kontroversen zum Stretching beizulegen und mit entsprechenden Mythen aufzuräumen.

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KURZMELDUNGEN:

Seit 2020 wurden zwar deutlich mehr Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) in Deutschland zugelassen. Die Zahl qualitativ hochwertiger Apps sei jedoch nicht gestiegen, sagen Wirtschaftswissenschaftler.
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Das gemeinsam von der Barmer, Techniker Krankenkasse und Deutschen Schmerzgesellschaft entwickelte Konzept für Qualitätsverträge zur interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie (IMST) kann ab sofort bundesweit in einem Netz von elf Krankenhäusern genutzt werden.
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TERMINE:

9th International Congress on Neuropathic Pain
4.–6. September 2025
Berlin

Masterclass Neuropathischer Schmerz
19.–20. September 2025
Erfurt

28. Südwestdeutsche Schmerztage
10.–11. Oktober 2025
Göppingen

 
 

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