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Liebe Leserinnen und Leser,
worüber Sie in diesem Newsletter keine Meldung finden werden, auch wenn es in den Medien eine riesige Welle von Faktenchecks sowie Klarstellungen von verschiedensten medizinischen Organisationen losgetreten hat: Die neuerlichen Eskapaden des US-Präsidenten Donald Trump, der in der Öffentlichkeit von einem Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft und einem erhöhten Autismus-Risiko bei Kindern fabulierte.
Kommentieren möchte ich die Berichterstattung dazu dennoch. Denn eine unbelegte Verbindung, von der sicherlich viele schwangere Frauen (aus gutem Grund) zuvor nie etwas gehört haben, findet hier meines Erachtens übermäßige Beachtung. Selbst wenn jede Schlagzeile mit einem gleichzeitigen Faktencheck daherkommt: Während Fakten vergessen werden (falls die Faktenchecks überhaupt gelesen wurden), bleibt in den Köpfen der Leserinnen und Leser doch die Verknüpfung „Paracetamol – Autismus“ bestehen.
So warnt auch die Bundeszentrale für politische Bildung davor, dass Faktenchecks mitunter zu einer Weiterverbreitung von Desinformationen beitragen könnten. Im aktuellen Fall halte ich es daher für durchaus legitim zu fragen: Hat die Sensationslust à la „Trump gibt mal wieder Unwahrheiten zum Besten“ nicht erst zu einer Bekanntmachung der These hierzulande beigetragen? Ich bezweifle, dass ein relevanter Anteil der hiesigen Bevölkerung mit den Trumpschen Ausführungen konfrontiert worden wäre, wären die deutschen Medien nicht auf den Zug aufgesprungen. Gerade in der medizinischen Kommunikation sollte man sich manchmal vielleicht doch lieber an das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ halten.
Freuen dürfen Sie sich in diesem Newsletter nun also wieder über eine Auswahl von Meldungen zur Schmerzmedizin, die Ihnen hoffentlich einen echten Mehrwert bringen.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen
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