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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
ein Fünftel der Hodenkrebspatienten erleidet nach der Operation mit nachfolgender Chemotherapie einen Rückfall und gilt danach als therapieresistent. Ein Großteil dieser Patienten leidet an einem sogenannten Dottersacktumor. Obwohl diese Tumoren für einen großen Teil der Todesfälle von Patienten mit Hodenkrebs verantwortlich sind, ist bisher wenig über ihre Biologie bekannt. Dies soll ein Forschungsprojekt der Universitätskliniken in Düsseldorf, Köln, Hamburg-Eppendorf und Göttingen nun ändern.
Viel Wasser zu trinken, wird Nierensteinpatienten generell empfohlen. Doch gibt es dafür eigentlich Evidenz? Bisher waren die Beweise nicht eindeutig und die Vorteile nicht gut belegt. Eine systematische Übersichtsarbeit aus den USA kommt jetzt zu dem Schluss: Mehr Wasser zu trinken, hilft tatsächlich. Acht Tassen am Tag scheinen bereits zu reichen.
Ungünstig ist es jedoch, wenn das Trinkwasser Arsen enthält. Auch geringe Mengen erhöhen offenbar bereits das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken, wie eine weitere US-Studie zeigt.
Beim 35. Kongress der Deutschen Kontinenz Gesellschaft vom 22.–23. November 2024 in Essen wurden zahlreiche Arbeiten ausgezeichnet, die zum Fortschritt in den Bereichen Inkontinenz, Urogynäkologie und Benignes Prostatasyndrom (BPS) beitragen. Sie widmeten sich der Weiterentwicklung der Urodynamik, Blasenfunktionsstörungen als Risiken bei BPS-Operationen, Veränderungen an der Blase durch Diabetes mellitus und der App-basierten Therapie bei Männern mit Symptomen des unteren Harntraktes.
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen
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