Ausgabe 36/2024

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Donnerstag, 05. September 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

ob die roboterassistierte radikale Prostatektomie mehr Vorteile als volle Kassen für die Roboter-Hersteller bringt, wurde von mancher Seite bezweifelt – Experten wie der im August vergangenen Jahres verstorbene Direktor der urologischen Universitätsklinik in Kiel, Prof. Klaus-Peter Jünemann, sahen sie dagegen bereits früh als „disruptive Technologie“, wie Jünemann es vor vielen Jahren bei einem DGU-Kongress ausdrückte. Inzwischen liegt eine ganze Reihe hochkarätiger, auch randomisierter Studien vor, die zwar keinen onkologischen, wohl aber einen deutlichen funktionellen Nutzen der Robotertechnologie belegen. Zwei neuere Studien zeigen dies gegenüber der offenen und der laparoskopischen Operationstechnik. Prof. Michael Stöckle, Direktor der urologischen Universitätsklinik des Saarlandes und Herausgeber von Kompakt Urologie, weist in der aktuellen Print-Ausgabe darauf hin, dass auch diese neuen Studien „den Standard einer längst vergangenen Epoche“ repräsentieren. Für ihn „drängt sich die Frage auf, wie lange es für offene Prostatektomien noch eine Daseinsberechtigung geben kann“.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) fasst in einem aktuellen Fortschrittsbericht den Wissensstand zur roboterassistierten Chirurgie zusammen: „Die aktuelle Studienlage zeigt indikationsübergreifend eine Vielzahl klinischer und gesundheitsökonomischer positiver Effekte: Patienten können von einer schnelleren postoperativen Erholung, geringeren Schmerzen und einer reduzierten Komplikationsrate (Ergebnis- bzw. Behandlungsqualität) profitieren.“ Auch Ärzte gewinnen demnach Vorteile durch Prozessoptimierung, durch bessere Ergonomie sowie eine patientenindividuelle OP-Planung. Der Bericht führt zahlreiche Studien zur verschiedenen überprüften Werten der roboterassistierten Chirurgie an. Darin sind die beiden oben angeführten noch nicht enthalten.

Lesen sie in unserem Newsletter außerdem Neues zur Therapie von Blasen- und Nierenkrebs.

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Offene versus roboterassistierte Prostatektomie: Roboter erzielt funktionelle Vorteile

Offene versus roboterassistierte Prostatektomie: Roboter erzielt funktionelle Vorteile

Brasilia­nische Urologen haben in einer randomisierten Studie die perioperativen, onkologischen und funktionellen Ergebnisse zwischen roboterassistierter laparoskopischer und offener retropubischer radikaler Prostatektomie (RALP bzw. ORP) bei Prostatakrebs (PCa) verglichen.

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Laparoskopische versus roboterassistierte Prostatektomie: Funktionelle Vorteile mit Roboter

Eine prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie hat funktionelle und onkologische Ergebnisse der laparosko­pischen und der roboterassistierten radikalen Prostatektomie (LRP bzw. RARP) bei lokalisiertem PCa nach 10 Jahren verglichen. Bei gleichen onkologischen Ergebnissen zeigten sich funktionelle Vorteile beim Roboter-Verfahren.

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BVMed veröffentlicht Fortschrittsbericht zur roboterassistierten Chirurgie

Robotische Assistenzsysteme können helfen, die demografischen und personellen Herausforderungen im Gesundheitswesen zu bewältigen. Das zeigt der vom BVMed-Fachbereich „Robotik in der medizinischen Versorgung“ erstellte Fortschrittsbericht zu robotischen Assistenzsystemen in der Chirurgie auf.

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Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei HER2-positivem Blasenkrebs

Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei HER2-positivem Blasenkrebs

Disitamab Vedotin, ein humanisierter Antikörper gegen den humanen epider­malen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2), der mit Monomethylauristatin E konjugiert ist, hat laut einer Studie aus China bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom eine vielversprechende Wirksamkeit mit einem beherrschbaren Sicherheitsprofil gezeigt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Materialbasierte Inzidenz von Harnwegsinfektionen im Zusammenhang mit Kathetern und den verursachenden Mikroorganismen: systematische Übersicht und Metaanalyse. (BMC Urol 2024 Aug 30;24(1):186)

Die Kommunikation mit dem Urologen ist ein Hauptfaktor dafür, dass eine erektile Dysfunktion nach einer Prostatektomie behandelt wird
(J Sex Med 2024 Aug 29:qdae105)

Katheterentfernung und Entlassung aus dem Krankenhaus am selben Tag nach Holmium-Laser-Enukleation der Prostata: Eine prospektive Studie
(Urology 2024 Aug:190:78-82)

 
 

Nephrektomie bei Nierenzellkarzinom mittleren/hohen Risikos: Perioperatives Nivolumab ohne Effekt

Der bisherige Behandlungsstandard für Patienten mit Nierenzellkarzinom mit mittlerem bis hohem Risiko – eine partielle oder radikale Nephrektomie, gefolgt von einer Überwachung – wird sich wohl vorerst nicht ändern. Denn einer aktuellen Studie zufolge verbessert neoadjuvantes Nivolumab vor der Nephrektomie, gefolgt von adjuvantem Nivolumab, das rezidivfreie Überleben (RFS) gegenüber der Standardtherapie nicht signifikant.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Arztpraxen in Deutschland mussten 2022 deutlich höhere Kosten verkraften. Weiterlesen ...

Das Sterberisiko für Menschen, die eine Niere für eine Transplantation spenden, ist seit 10 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, wie eine neue US-Studie zeigt. Weiterlesen ...

TERMINE:

OnkoLive – Post-Kongress: ESMO 2024
1. Oktober 2024
Online

Ultraschall 2024 – 47. Dreiländertreffen der ÖGUM/DEGUM/SGUM
2. - 4. Oktober 2024
Salzburg, Österreich

Kompaktseminar Psychosomatische Grundversorgung
5. - 11. Oktober 2024
Weimar

 
 

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