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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
der Weltkrebstag am 4. Februar soll die Aufmerksamkeit auf Menschen mit Krebs und deren Bedürfnisse lenken. Auch Krebsvermeidung und Früherkennung sind wichtige Themen. So widmen auch wir in der Woche des Weltkrebstages unseren Newsletter diesen Themen.
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert zum Weltkrebstag, dass die kommende neue Regierung endlich ein Prostatakarzinomfrüherkennungsprogramm als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland umsetzt. Die Evidenz dafür ist inzwischen so weit, dass der europäische Rat bereits 2022 ein solches empfohlen hat. Die AOK nutzt den Weltkrebstag, um auf große Unterschiede in der Fallzahl und den Ergebnissen der radikalen Prostatektomie in den deutschen Kliniken hinzuweisen. Das Robert Koch-Institut erinnert daran, dass auch Männer Krebs durch Humane Papillomviren bekommen können, wie etwa Peniskrebs, sodass eine Impfung auch bei Jungen sinnvoll ist.
Eine interessante Arbeit zur Prostatakrebsdiagnostik hat die Hamburger Martini-Klinik in der Fachzeitschrift „Prostate“ veröffentlicht: Demnach sind Läsionen, die sowohl in der Magnetresonanztomographie als auch im transrektalen Ultraschall sichtbar sind, mit höherer Wahrscheinlichkeit klinisch signifikant. Eine Arbeit aus „BJU International“ fällt wieder einmal unter die Kategorie „Weniger ist mehr“: Bei der retroperitonealen Lymphknotendissektion im Rahmen der Therapie eines nichtseminomatösen Keimzelltumors im pathologischen Stadium II scheint die adjuvante Chemotherapie meist unnötig zu sein.
Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen
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