Ausgabe 10/2025

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Donnerstag, 06. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

zum Welt-HPV-Tag am 4. März haben sieben medizinische Verbände, darunter der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU), gemeinsam daran erinnert, dass die HPV-Impfquoten viel zu niedrig sind, um einen geschlossenen Schutz zu erreichen. Dies zeigen zum Beispiel Zahlen aus dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung vom November 2024. Die Verbände betonen, dass es mit der Impfung eine Möglichkeit gibt, schwere Krebserkrankungen weitgehend zu vermeiden – was bei anderen, nicht durch HPV bedingten Krebsentitäten nicht so einfach geht. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die HPV-Impfung seit 2018 für Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Doch auch „Nachholimpfungen“ bis zum 18. Lebensjahr können sinnvoll sein. Selbst nach dem 18. Lebensjahr kann eine HPV-Impfung helfen, wie die Deutsche Dermatologische Gesellschaft betont. Daher empfiehlt etwa die sächsische Impfkommission die Impfung bis zum vollendeten 26. Lebensjahr.

Bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen gehört eine akute Harnröhrenentzündung zu den häufigsten behandlungsbedürftigen Infektionserkrankungen. Jetzt gibt es erstmals eine S3-Leitlinie zu dieser Erkrankung. Sie ging aus einem Projekt hervor, das vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert wurde.

Harnwegsinfektionen (HWI) bei Kindern können gefährlich werden, wenn sie durch vesikorenalen Reflux zu einer Nierenbeckenentzündung führen. Um einen solchen aufzudecken, wird üblicherweise die röntgenbasierte Miktionszysturographie angewendet. Es gibt jedoch ein neues Verfahren ohne Strahlenbelastung, das auf Ultraschall basiert.

Zum Schluss noch einmal zur Politik: Kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der Bundestagswahl feuerten die Krankenkassen Vorschläge zur Eindämmung der Kosten ab. Der AOK-Bundesverband möchte am liebsten die erst kürzlich beschlossene Entbudgetierung der Hausärzte gleich wieder einkassieren, die Ersatzkassen wollen bei den Arzneimitteln knapsen und die Techniker Krankenkasse träumt von einem unmittelbaren Zugriff auf die ärztliche Terminvergabe – ein rechtswidriger Eingriff in die Freiberuflichkeit, protestiert der BvDU.

Eine aufschlussreiche Lektüre und eine schöne Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Sieben gegen HPV: Medizinische Verbände sprechen sich für Impfung aus

Sieben gegen HPV: Medizinische Verbände sprechen sich für Impfung aus

Anlässlich des HPV-Welt-Tages (HPV: Humane Papillomviren) am 4. März betonen sieben medizinische Organisationen gemeinsam die Chancen der HPV-Impfung. Diese biete eine wirksame Präventionsmaßnahme gegen HPV-assoziierte Krebsarten und Erkrankungen.

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Auch über 18-Jährige können von der HPV-Impfung profitieren

Der beste Zeitpunkt für die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV) ist ein Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Doch auch Menschen über 18 Jahre, die noch keine HPV-Impfung hatten, können von einer Impfung profitieren.

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Erste Leitlinie zur penilen Urethritis

Erste Leitlinie zur penilen Urethritis

Eine S3-Leitlinie zu Harnwegsinfektionen bei männlichen Jugendlichen und Erwachsenen ist ab sofort verfügbar. Diese legt besonderen Wert auf die Eindämmung bakterieller Resistenzen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Längsschnitt-Profilierung zirkulierender Tumor-DNA enthüllt die Evolutionsdynamik von metastasiertem Prostatakrebs während der seriellen Therapie (Cancer Res 24.02.2025)

Auswirkungen von Enzalutamid auf die sexuelle Aktivität von Patienten mit biochemisch rezidivierendem Prostatakrebs: Eine Post-hoc-Analyse der von Patienten berichteten Ergebnisse in der EMBARK-Studie (Eur Urol 2025 Feb 26:S0302-2838(25)00094-6)

Intravesikale Therapie des nicht muskelinvasiven Urothelkarzinoms der Harnblase (Urologie 27.02.2025)

 
 

Vesikorenalen Reflux bei Kindern per Ultraschall diagnostizieren

Mittels kontrastmittelverstärkter Sonographie lässt sich ein vesikorenaler Reflux bei Kindern diagnostizieren, ohne die Gonaden einer Strahlenbelastung auszusetzen. Das wurde auf einer Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) deutlich.

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Urologen-Verband weist TK-Vorschläge zur Patientensteuerung zurück

Urologen-Verband weist TK-Vorschläge zur Patientensteuerung zurück

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) wendet sich entschieden gegen Vorschläge der Techniker Krankenkasse (TK) zur Patientensteuerung und Terminvergabe. Nach Auffassung des Verbandes wären die Maßnahmen ein rechtswidriger Eingriff in die Freiberuflichkeit.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Kosten im Gesundheitssystem steigen immer weiter, nicht zuletzt wegen hoher Ausgaben für Arzneimittel. Der Verband der Ersatzkassen macht einen Vorschlag.
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Während nach den meisten Operationen mit einer Narbenbildung zu rechnen ist, stellen unerwünschte postoperative Adhäsionen eine besondere Herausforderung für Patienten und Chirurgen dar. Was tun?
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TERMINE:

Hamburger Urologische Fortbildungsinitiative
7. Mai 2025
Hamburg

UroAktuell 2025 – Aktuelles und Praxisrelevantes in der Urologie
8.–10. Mai 2025
Potsdam

Urogynäkologie-Aufbaukurs nach AGUB
9.–10. Mai 2025
online

 
 

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