Ausgabe 45/2024

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Donnerstag, 07. November 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

inzwischen vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens eine Meldung zum Nutzen der künstlichen Intelligenz (KI) für die Medizin auftaucht. Diesen Dienstag waren es gleich zwei, die eine Kernkompetenz der Urologie betreffen: die Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms. Eine Projektgruppe am renommierten Karolinska-Institut in Schweden arbeitet an neuen, leistungsstarken Prognoseinstrumenten für Prostatakrebs. Mithilfe von KI sollen diese Instrumente histopathologische, klinische und Labordaten integrieren. Dafür nutzt das Institut ein bereits bestehendes System des schwedischen Unternehmens Inify.

Eine weitere Anwendung der KI für Prostatakrebs besteht darin, aus Registerdaten Therapiepfade zu extrahieren. Dass das geht, hat jetzt eine deutsche Arbeitsgruppe gezeigt.

Eher aus der Steinzeit stammt die bisher verwendete, von den Krankenkassen finanzierte Methode zur Diagnose von Prostatakrebs: Finger in den Po. Doch deren Tage sind wohl bald gezählt, denn in der neuen Prostatakrebs-Leitlinie ist die Bedeutung der „digital-rektalen Untersuchung“ erneut gesunken, wie Prof. Christian Gratzke vom Universitätsklinikum Freiburg betont.

Zurück ins Zeitalter der Dampfmaschine führt nach Auffassung des Berufsverbandes der Deutschen Urologie (BvDU) ein neuer Paragraph im „Gesetz über die Digitale Gesundheitsagentur“. Dieser soll es Krankenkassen ermöglichen, die digitale Terminvergabe bei Fachärzten zu regulieren und zu beschränken. „Wir wollen uns die Reaktion von Patientinnen und Patienten gar nicht vorstellen, wenn sie erfahren, dass sie in Zukunft wieder in der telefonischen Warteschleife hängen“, sagt BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa. Auch der Virchowbund ist über den Paragraphen keineswegs amüsiert.

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Karolinska-Institut arbeitet mit schwedischem Unternehmen an KI-gestützter Prostatakrebs-Präzisionsdiagnostik

Karolinska-Institut arbeitet mit schwedischem Unternehmen an KI-gestützter Prostatakrebs-Präzisionsdiagnostik

Das schwedische Unternehmen Inify Laboratories geht eine Forschungspartnerschaft mit der Abteilung für Molekularmedizin und Chirurgie am Karolinska-Institut (Solna, Schweden) ein, um die Präzisionsdiagnostik bei Prostatakrebs voranzutreiben.

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Triple Therapie beim mHSPC: Ein neuer Therapiestandard

Im Rahmen der Dschungel-Expedition zur Triple-Therapie mit Nubeqa® (Darolutamid) boten Prof. Von Amsberg, Prof. Bögemann und Dr. Becker umfassende Einblicke zur Datenlage und Patientenklientel, die sie beim DGU-Kongress präsentierten: Nubeqa® in Kombination mit ADT und Docetaxel kommt auch in der Praxis einer breiten Population von mHSPC-Patienten zugute.

Pflichtangaben NUBEQA®
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Fallstudie zur prozessorientierten Analyse von Behandlungspfaden bei Prostatakrebs

Lassen sich aus Registerdaten Informationen zu Behandlungspfaden bei Prostatakrebs gewinnen? Forscher aus Mainz und Koblenz haben jetzt gezeigt, dass das geht – und wurden dafür ausgezeichnet.

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Gemeinsam mehr bewegen in der Uro-Onkologie

Mit 8 Indikationen bei 3 urogenitalen Tumoren bietet Ihnen MSD ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten in der Uro-Onkologie für Ihre Patienten.

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Prostatakrebs: Moderne Diagnostik wichtiger als klassische Tastuntersuchung

Prostatakrebs: Moderne Diagnostik wichtiger als klassische Tastuntersuchung

In der neuen Leitlinie zu Prostatakrebs hat die digital-rektale Untersuchung (DRU) zur Früherkennung von Prostatakrebs weiter an Bedeutung verloren. Jetzt ist eine Kombination aus PSA-Blutdiagnostik und Bildgebung entscheidend, wie das Universitätsklinikum Freiburg in einer aktuellen Mitteilung betont.

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BvDU beklagt Termingängelung durch neuen Pragraphen

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) wehrt sich gegen Eingriffe in die ärztliche Terminvergabe durch das „Gesetz über die Digitale Gesundheitsagentur“ (GDAG).

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Eine randomisierte 3-armige Studie zum Vergleich der Wirksamkeit einer rezirkulierenden hyperthermischen intravesikalen Chemotherapie mit der konventionellen intravesikalen Mitomycin-C- und BCG-Therapie bei nichtmuskelinvasivem Blasenkrebs mit mittlerem Risiko (World J Urol 2024 Oct 31;42(1):609)

Mit Blutplättchen getarnte Nanovehikel verbessern die Immuntherapie gegen Blasenkrebs durch Auslösen der Pyroptose (Theranostics 2024 Oct 14;14(17):6692-6707)

Abschätzung des individuellen Risikos katheterassoziierter Harnwegsinfektionen durch erklärbare künstliche Intelligenz auf der Grundlage klinischer Daten (Am J Infect Control 2024 Oct 29:S0196-6553(24)00819-8)

 
 
 
Münsteraner Studie zeigt Nutzen der Testosteronersatztherapie bei altersbedingtem funktionalen Hypogonadismus

Münsteraner Studie zeigt Nutzen der Testosteron-Ersatztherapie bei altersbedingtem funktionalen Hypogonadismus

Eine aktuelle Studie aus Münster zeigt, dass die Testosterontherapie (Testosteron Replacement Therapie, TRT) auch für Männer mit altersbedingtem funktionalen Hypogonadismus einen Nutzen hat. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit (DGMG) in einer aktuellen Mitteilung hin.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Zustimmung zu wesentlichen Elementen der Digitalisierung im Gesundheitswesen lässt nach, wie eine aktuelle Befragung des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt.
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Auf seiner 144. Hauptversammlung hat sich der Marburger Bund mit Nachdruck für die sogenannte Widerspruchslösung bei der Organspende ausgesprochen.
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TERMINE:

AKO Symposium Köln 2024
15. – 16. November 2024
Köln

6. Onkologisch-Laparoskopisches und Roboterchirurgisches Herbstsymposium
15. – 16. November 2024
Furth bei Göttweig (Österreich)

Sexualmedizin Interdisziplinär – 10. Kongress der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Sexualmedizin und der sexuellen Gesundheit
15. – 16. November 2024
Wien (Österreich)

 
 

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