Ausgabe 50/2024

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Donnerstag, 12. Dezember 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

tiefgreifende Veränderungen bei der Früherkennung, Diagnostik und (…) lokalen Therapie des Prostatakarzinoms“ kündigt Leitlinienkoordinator Prof. Marc-Oliver Grimm für die ausstehende 7. Version der S3-Leitlinie an. Diese soll im Mai kommenden Jahres fertig sein. Für die Früherkennung essenziell ist die Bestimmung des PSA-Wertes. Im aktuellen „IGeL-Monitor“ wurde der PSA-Test aber ein weiteres Mal als „tendenziell negativ“ beurteilt – völlig unzeitgemäß, findet die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU). Die Leitlinie empfiehlt, „nach ergebnisoffener Aufklärung über die Vor- und Nachteile“ den Patienten, die eine Früherkennungsuntersuchung wünschen, die Bestimmung des PSA-Wertes als Untersuchungsmethode anzubieten.

Neben dem PSA-Wert sorgt auch die Strahlentherapie des Prostatakarzinoms regelmäßig für Diskussionen, wie auch zuletzt auf dem DGU-Kongress in Leipzig (wir berichteten). Bei der Beurteilung, ob das Glas halb leer oder halb voll ist, unterliegen Urologen und Strahlentherapeuten wohl oft dem Bias ihres jeweiligen Fachgebietes. So zitiert die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer Pressemitteilung eine aktuelle „Lancet“-Studie bei Patienten mit de novo metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom. Die Hinzunahme der Strahlentherapie zu einer systemischen Therapie habe die Zeitspanne bis zur Kastrationsresistenz verlängert, berichtet die DEGRO, und bei der Subgruppe von Patienten mit niedriger Tumorlast, die auch mit Abirateron behandelt wurden, habe die Strahlentherapie eine 35%ige Reduktion der radiographischen Progression erzielt. Dass das Gesamtüberleben nicht verlängert wurde, würde für Mediziner, die dies als wichtigstes Kriterium ansehen, das Glas eher als halb leer erscheinen lassen.

Ganz neue Wege zur Therapie des Prostatakarzinoms gehen Forscher der University of Michigan (USA). Mithilfe von Medikamenten, die die das Protein UBA1 unterdrücken, konnten sie im Mausmodell die Immunresistenz von Prostatatumoren knacken.

Lesen Sie außerdem noch, warum in manchen Fällen von Hodenkrebs trotz aller Versuche, die Therapiebelastung zu verringern, der Spruch „Weniger ist mehr“ eben nicht angemessen ist.

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Siebte Version der S3-Leitlinie Prostatakarzinom wird viel Neues bringen

Siebte Version der S3-Leitlinie Prostatakarzinom wird viel Neues bringen

Die 7. Version der S3-Leitlinie Prostatakrebs wird aufgrund der veränderten Studienlage wesentliche Modifikationen beinhalten. Dies ist das Ergebnis der Konsensuskonferenz am 20. und 21. November 2024 in Berlin unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU).

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QoL-Daten zur adj. Therapie beim RCC

Patientenberichte zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) aus der KEYNOTE-564-Studie: KEYTRUDA® im Vergleich zu Placebo bei Nierenzellkarzinom (RCC) im adjuvanten Setting.

Fachinformation

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Nicht alle „IGeL“ sind böse - sagen die Urologen

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) wirft dem „IGeL-Monitor“ des Medizinischen Dienstes Bund vor, in seinem diesjährigen „IGeL-Report“ die individuellen Gesundheitsleistungen pauschal zu verurteilen. Insbesondere beim PSA-Test beruhe die Einschätzung zudem auf veralteten Daten.

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De novo metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom: Bestimmte Patienten profitieren von zusätzlicher Strahlentherapie

De novo metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom: Bestimmte Patienten profitieren von zusätzlicher Strahlentherapie

Eine aktuelle in „The Lancet“ publizierte Studie könnte nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie die Standardtherapie von de novo metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinomen verändern.

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Enzym als neues therapeutisches Ziel für „kalte“ Tumore identifiziert

Medikamente, die das Protein UBA1 unterdrücken, könnten die Immuncheckpoint-Blockade bei Prostatakrebs und anderen „kalten“ Tumoren wirksam machen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Langfristige Lebensqualität bei Patienten mit Blasenkrebs nach radikaler Zystektomie 
(BJU Int 2024 Dec 1)

Zusammenhang zwischen Tumormutationslast und PD-L1 mit der Wirksamkeit von Pembrolizumab +/- Chemotherapie im Vergleich zu Chemotherapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom (Clin Cancer Res 2024 Dec 2;30(23):5353-5364)

Embolisation eines venösen Lecks führt zu klinischer Verbesserung bei Patienten mit gemischter arteriovenöser erektiler Dysfunktion, die nicht auf eine arterielle Revaskularisierung allein ansprechen (Cardiovasc Intervent Radiol 2024 Dec 5)

 
 
 
Keimzelltumoren mit schlechter Prognose: Bei manchen hilft mehr mehr

Keimzelltumoren mit schlechter Prognose: Bei manchen hilft mehr mehr

Eine aktualisierte Analyse der GETUG-13-Studie zu Keimzelltumoren mit schlechter Prognose gibt Hinweise darauf, dass eine personalisierte Chemotherapie auf Basis des Tumormarker-Rückgangs Vorteile bringt. Bestimmten Patienten hilft eine Therapieintensivierung.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz hat Dr. Jens Tonhauser zum neuen Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie an den Standorten Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen und Klinikum Konstanz ernannt. 
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Zum 01.12.2024 hat Prim. Dr. Christian Peither die Leitung der Abteilung für Urologie am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr (Österreich) der Oberösterreichischen Gesundheitsholding übernommen.
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TERMINE:

17. Urologisches Wintersymposium
23.-25. Januar 2025
Chemnitz

Urologie Refresher Berlin
24.-25. Januar 2025
Berlin und online

16. Rheinisches Gespräch
24.-25. Januar 2025
Düsseldorf

 
 

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