Ausgabe 03/2025

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Donnerstag, 16. Januar 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

diese Woche beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem Urothelkarzinom/Blasenkrebs, denn auf diesem Gebiet gibt es bedeutende neue Studienergebnisse. In der aktuellen Ausgabe des „Journal of Clinical Oncology” vom 10.01.2025 publizieren Prof. Matthew D. Galsky (New York, USA) und Kollegen langfristige Daten zu adjuvantem Nivolumab nach radikaler Resektion bei muskelinvasivem Urothelkarzinom mit hohem Rezidivrisiko. Diese belegen einen anhaltenden Vorteil beim krankheitsfreien Überleben und noch weitere Überlebensvorteile. „Die aktuellen Daten sind insofern reif, als die Nachbeobachtungszeit fast aller Patienten länger ist als die durchschnittliche Zeit bis zum Auftreten des Tumorprogresses nach Zystektomie“, urteilt Kompakt-Urologie-Herausgeber Prof. Michael Stöckle.

Eine Arbeit im „New England Journal of Medicine“ setzt für Stöckle „den Schlusspunkt unter eine Kontroverse, die über mehr als ein Vierteljahrhundert hinweg geführt worden ist, oft hochemotional“. Es handelt sich um die Frage, ob bei der radikalen Zystektomie die extendierte Lymphadenektomie einen Vorteil gegenüber der weniger ausgedehnten Ausräumung erreicht. „Fazit der Arbeit: Die extendierte Lymphadenektomie bringt keinen Vorteil, im Gegenteil“, fasst Stöckle zusammen. Das Überleben wird nicht verlängert, dafür gibt es eine höhere Morbidität und Mortalität.

Hochrangig in „Nature Medicine“ hat Prof. Thomas Powles (London, Großbritannien) eine weitere Studie zur Bedeutung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) als Biomarker bei der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms publiziert. Es zeigte sich, dass sich die ctDNA-Veränderungen bei Therapie mit Pembrolizumab oder Chemotherapie unterscheiden.

Wollen wir zum Schluss die nationale Gesundheitspolitik nicht außer Acht lassen: Nach dem Virchowbund hat jetzt auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen Fahrplan für die noch zu wählende neue Regierung aufgestellt. Drei sofortige und zehn mittelfristige Forderungen müssen nach DKG-Ansicht erfüllt werden, um die Gesundheitsversorgung zu sichern. Derweil ist gestern eines der größten Digitalisierungsprojekte überhaupt angelaufen: die elektronische Patiententakte für alle.

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Muskelinvasives Urothelkarzinom: Anhaltende Vorteile durch adjuvantes Nivolumab

Muskelinvasives Urothelkarzinom: Anhaltende Vorteile durch adjuvantes Nivolumab

Eine erweiterte Analyse der CheckMate-274-Studie unterstützt nach Ansicht der Autoren die Annahme, dass adjuvantes Nivolumab ein neuer Standard in der Behandlung des muskelinvasiven Urothelkarzinoms mit hohem Rezidivrisiko nach radikaler Resektion werden könnte.

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Erweiterte Lymphadenektomie verbessert nicht das Überleben bei Blasenkrebs

In einer aktuellen randomisierten Studie führte die erweiterte Lymphadenektomie bei Patienten mit muskel­invasivem Blasenkrebs, die sich einer radikalen Zystektomie unterzogen, im Vergleich zur Standard-Lymphadenektomie nicht zu einer Verbesserung des krankheitsfreien und des Gesamtüberlebens (DFS, OS). Sie war jedoch mit einer höheren perioperativen Morbidität und Mortalität verbunden.

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Urothelkarzinom: ctDNA-Veränderungen hängen von Art der Therapie ab

Urothelkarzinom: ctDNA-Veränderungen hängen von Art der Therapie ab

Zirkulierende Tumor-DNA eignet sich als Biomarker bei der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms. Dabei gibt es unterschiedliche Muster bei Therapie mit Pembrolizumab oder Chemotherapie.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Die Zeit bis zur Kastrationsresistenz ist auch nach Erreichen der Kastrationsresistenz mit dem Gesamtüberleben bei metastasiertem Prostatakrebs verbunden (Prostate 2025 Jan 7:e24850)

Künstliche Harnröhrenschließmuskelimplantate bei Männern: Eine auf einem nationalen Gesundheitsdatensystem basierende Studie zur Bewertung von erneuten Eingriffen in Frankreich (J Urol 2025;213(2):217-227)

NXP800 aktiviert die entfaltete Proteinreaktion und verändert die AR- und E2F-Funktion, um das Wachstum von kastrationsresistentem Prostatakrebs zu beeinflussen (Clin Cancer Res 09.01.2025)

 
 

DKG stellt Erwartungen an zukünftige Regierung vor

Unter dem Titel „Zeitenwende auch in der Gesundheitspolitik“ hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ihre zentralen Forderungen an eine neue Bundesregierung formuliert. Neben kurzfristigen dringend notwendigen Maßnahmen geht es dabei auch um zehn zentrale Punkte, die die Gesundheitsversorgung in Deutschland mittelfristig sicherstellen sollen.

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Großoperation ePA startet

Großoperation ePA startet

Für die schleppende Digitalisierung im Gesundheitswesen sollen sie einen Durchbruch bringen: E-Akten für wichtige Patientendaten gehen in den Masseneinsatz. Was kommt auf Versicherte und Praxen zu?

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PERSONALIEN:

Dr. Samer Schakaki hat zum 02.01.2025 die Positionen des Chefarztes der Urologie und Ärztlichen Direktors an der Paracelsus Klinik Golzheim (Düsseldorf, NRW) übernommen.
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Gerd Nettekoven hat den Vorstandsvorsitz der Deutschen Krebshilfe nach insgesamt 46 Jahren bei der Organisation an Dr. Franz Kohlhuber abgegeben. Karin Germann ergänzt die neue Führungsspitze.
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TERMINE:

Psychosomatische Grundversorgung
15.-21. Februar 2025
Mainz

Integrative Medizin in der Onkologie – Modul 1: Pharmakologische Therapieverfahren
21.-22. Februar 2025
Online

Forum Hygiene
24.-25. Februar 2025
Berlin

 
 

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