Ausgabe 42/2025

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Donnerstag, 16. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
 
wann ist eine Künstliche Intelligenz (KI) wirklich hilfreich? Wenn sie nicht nur aufdecken kann (lat. intelligere), sondern auch erklären! Ein neues KI-Modell kann genau das. Der Clou: Mehrere Dutzend Pathologen annotierten mehr als 1000 Gewebeproben in der typischen Pathologensprache, und die KI war so schlau, trotz hoher Variabilität daraus reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.
 
Bleiben wir zunächst bei der Prostatakrebs-Diagnostik. In den vergangenen Jahren ist die Magnetresonanztomographie in diesem Bereich enorm wichtig geworden. Doch sie ist nicht der Weisheit letzter Schluss, etwa bei Prostatakrebs mit Gradgruppe 2 oder höher. Hier hat sich die Mikroultraschalluntersuchung in einer großen internationalen Studie, publiziert im „JAMA“, als gleichwertig erwiesen.
 
In der Therapie von Prostatakrebs gibt es immer neue Fortschritte. Bei dieser Krebsentität, die als wenig immunogen gilt, steckt das Konzept der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die es anderswo schon zur Zulassung gebracht haben, aber noch in den Kinderschuhen. US-Forscher haben jetzt im „Journal of Clinical Oncology“ ermutigende Daten für einen solchen Kandidaten vorgestellt.
 
Viel Spaß beim Lesen dieser und der weiteren Meldungen wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Transparente Künstliche Intelligenz verbessert Bewertung der Aggressivität von Prostatakrebs

Transparente Künstliche Intelligenz verbessert Bewertung der Aggressivität von Prostatakrebs

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat ein neuartiges, erklärbares KI-Modell entwickelt, das die Diagnostik von Prostatakarzinomen transparenter und weniger fehleranfällig machen soll.

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Biomarker im Fokus beim la/mUC:
On-Demand-Webinar

Wie können Biomarker die Behandlung des la/mUC optimieren?
Entdecken Sie die Antwort in unserem On-Demand-Webinar auf Urotube! Hier erklärt PD Dr. Niklas Klümper die Bedeutung von Biomarkern als Grundlage der Präzisionsonkologie. Dr. Markus Eckstein zeigt, wie Biomarker-gestützte Diagnostik die Patientenversorgung verbessern kann. Für Ihre Teilnahme erhalten Sie 2 CME-Punkte.

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Mikroultraschalluntersuchung als Alternative zur MRT bei Prostatakrebs mit Gradgruppe 2 oder höher

Die hochauflösende mikroultraschallgestützte Biopsie zur Erkennung von Prostatakrebs (PCa) der Gleason-Grad-Gruppe 2 oder höher bei biopsienaiven Männern ist eine gleichwertige Alternative zur MRT-gestützten Fusionsbiopsie. Dies zeigt die randomisierte Nichtunterlegenheitsstudie OPTIMUM.

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Ipsen-Symposium auf dem DGU 2025 in Hamburg verpasst?

Spannende Einblicke zur medikamentösen Tumortherapie bot beim diesjährigen DGU-Kongress das Ipsen-Symposium „What to do on Monday? – Real World Evidence Daten in der 1L-Therapie RCC und Praxistipps für die Behandlung des PCa“. Sehen Sie sich hier die Aufzeichnung des Symposiums mit den Expert*innen Prof. Inga Peters und Prof. Christian Gratzke an.

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Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei progressivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei progressivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat FOR46 hat in einer Phase-I-Studie mit Prostatakrebspatienten, die im metastasierten, kastrationsresistenten Stadium unter einem Androgenweg-Signalinhibitor eine Progression erlitten, laut den Autoren eine „ermutigende vorläufige klinische Aktivität mit einem überschaubaren Sicherheitsprofil“ gezeigt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals


Multizentrische Analyse der Langzeitergebnisse des Einsatzes eines künstlichen Harnröhrenschließmuskels nach Urethroplastik
 
Patientenzufriedenheit nach Versorgung mit einem Penisimplantat: Eine Querschnittsuntersuchung aus dem Nahen Osten
Einzelzellanalysen zeigen eine wichtige Rolle von CD137L-positiven Makrophagen bei der Wirtsreaktion auf eine uropathogene Escherichia-coli-Infektion in der Blase
 
 
 

Nierenzellkarzinom: Spezifische Immunmuster in Metastasen entscheiden über Therapieerfolg

Forschende der Unikliniken Würzburg (UKW) und Erlangen haben herausgefunden, dass nicht die Eigenschaften des ursprünglichen Nierentumors, sondern spezifische Immunmuster in den Metastasen ausschlaggebend für den Therapieerfolg sind.

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Azidose fördert Überleben und Wachstum von Krebszellen

Azidose fördert Überleben und Wachstum von Krebszellen

Mangelnde Durchblutung und gesteigerte Stoffwechselaktivität sorgen in Tumoren häufig für unwirtliche Bedingungen: Typisch sind ein Mangel an Sauerstoff sowie Glukose und anderen Nährstoffen, die Anreicherung teils schädlicher Stoffwechselprodukte und eine Ansäuerung des Tumormilieus. Experten sprechen von einer Azidose.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften begrüßt die Eröffnung des Forschungsdatenzentrums Gesundheit als Möglichkeit, Patientendaten für konkrete Forschungsfragen nutzen zu können.
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Da die Bevölkerung älter und kranker wird und neue Therapien die Kosten steigern, kommt die Gesetzliche Krankenversicherung nach Berechnungen der Unternehmensberatung Deloitte bald an ihre Grenzen.
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TERMINE:

Nephro live: Nephrologie meets Urologie
21. Oktober 2025
online

Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie 2025
24.-27. Oktober 2025
Köln

Hamburger Urologisches Herbst-Symposium
5. November 2025
Hamburg

 
 

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