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Liebe Leserinnen und Leser,
mit „Urologie verbindet“ hat Prof. Bernd Wullich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, in Zeiten gesellschaftlicher Spaltung ein ungemein versöhnliches Motto für den 77. DGU-Kongress gewählt. Ihm ist es wichtig, Brücken zwischen Ärzten, Pflegekräften, Wissenschaftlern und Patienten zu bauen, wie er in unserem Interview betont. „Die Urologie zeigt dabei auf eindrucksvolle Weise, wie fachliche Exzellenz, interdisziplinäre Zusammenarbeit und menschliche Nähe Hand in Hand gehen können“, so Wullich wörtlich.
Doch all die demonstrative Harmonie kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es gerade in jüngster Zeit Kontroversen gibt, für die auf dem Kongress ebenfalls Raum sein wird. Wie geht es weiter mit der Novelle der Gebührenordnung für Ärzte? Wie steht es um die Implementierung der Leitlinienempfehlungen zur Prostatakrebsfrüherkennung im Praxisalltag? Zu letzterem Thema hat der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) pünktlich zum DGU-Kongress eine Duftmarke gesetzt und die berufspolitische Bedeutung einiger Leitlinienempfehlungen hervorgehoben – die nämlich längst nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt sind.
Der BVdU widmet sich beim aktuellen Kongress insbesondere dem Thema Patientensteuerung. Die Politik hat zwar mit einem (nicht näher definierten) „Primärarztsystems“ einen ersten Aufschlag gemacht, doch wie das genau ablaufen soll – und welche Rolle die Fachärzte dabei spielen sollen – unterliegt nach Verbandsansicht einer „babylonischen Verwirrung“.
Spannend wird es also auf jeden Fall werden im schönen Hamburg.
Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen Ihr
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