Ausgabe 51/2024

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Donnerstag, 19. Dezember 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

es mag theoretisch anmuten, wenn Forscher versuchen, mit einem mathematischen Modell zu simulieren, welchen Dynamiken Bakterien, die Harnwegsinfektionen verursachen, unterliegen. Doch ihre Forschung hat ganz praktische Bedeutung: Während die frei schwimmenden Bakterien im Urin per Antibiotika erreicht werden können, passen sich solche, die am Urothel haften oder gar intrazellulär existieren, an die neuen Herausforderungen an. Das Modell zeigte auch einen positiven Einfluss der Inokulation mit einem schnell wachsenden Bakterium.

Sogar beim Nierenzellkarzinom kann eine probiotische Supplementation laut einer anderen Studie offenbar therapeutische Effekte erzielen. Zwar waren keine signifikanten Veränderungen der Bakterienpopulation messbar, dennoch verbesserten sich Ansprechrate und progressionsfreies Überleben.

Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) zeigt sich in immer mehr Studien als vielversprechender Biomarker in der uroonkologischen Therapie. Eine Studie aus Dänemark nutzte die Gesamtgenom-Mutationsanalyse zur tumorinformierten Erkennung von ctDNA und fand einen prognostischen Wert für die Patientenergebnisse, wenn diese Methode nach radikaler Zystektomie angewandt wird. Beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom ergab eine weitere Studie, dass sich ctDNA in Kombination mit dem PSA-Wert eignen könnte, um vorauszusagen, ob Patienten nach Progression unter Abirateron auf Enzalutamid ansprechen oder nicht. Anstatt den Androgenrezeptor-Signalweginhibitor zu wechseln, könnte es aber sinnvoller sein, dem Patienten eine nuklearmedizische Therapie mit Lutetium-177 anzubieten – das ergibt jedenfalls die PSMAfore-Studie.

Mit diesem letzten Newsletter in diesem Jahr verabschiedet sich „Kompakt Urologie“ in die Weihnachtspause. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Neue Erkenntnisse zu ökologischen und evolutionären Dynamiken von Harnwegsinfektionen

Neue Erkenntnisse zu ökologischen und evolutionären Dynamiken von Harnwegsinfektionen

Eine aktuelle Studie liefert Einblicke in die dynamischen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Bakterienpopulationen in der Blase. Die Studie nutzt ein mathematisches Modell, um zu analysieren, wie sich Bakterien im Harntrakt anpassen und dort überleben können.

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mRCC: Daten aus dem Versorgungsalltag

Praxisnahe Daten aus einer retrospektiven europäischen multizentrischen Analyse bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom unter KEYTRUDA® plus KISPLYX® stützen die überzeugenden klinischen Studiendaten der Studie CLEAR (KEYNOTE-581).

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Nierenzellkarzinom: Vorteile durch Supplementation einer Kombinationstherapie mit einem Probiotikum

Wissenschaftler aus den USA und Japan haben in einer randomisierten Phase-I-Studie Cabozantinib und Nivolumab zur Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (RCC) mit oder ohne Supplementierung lebender Bakterien untersucht. Obwohl sich dadurch das Mikrobiom der Patienten nicht signifikant veränderte, waren günstige Therapieeffekte zu beobachten.

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OPDIVO® + YERVOY® ab einem IMDC-Risikofaktor beim aRCC

Eine aktuelle Auswertung der Studie CheckMate 214 vom EMUC 2024 zeigt, dass Patient:innen mit fortgeschrittenem RCC bereits ab einem IMDC-Risikofaktor bzgl. mOS und mDOR von OPDIVO® + YERVOY® vs. Sunitinib profitieren können. Überzeugen Sie sich von den Chancen, die OPDIVO® + YERVOY® Ihren Patient:innen bieten kann.

Fachinformationen

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Urothelkarzinom: Hoher prognostischer Wert der Gesamtgenom-Mutationsanalyse

Urothelkarzinom: Hoher prognostischer Wert der Gesamtgenom-Mutationsanalyse

Dänische Wissenschaftler haben gemeinsam mit dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen C2i Genomics untersucht, welchen Beitrag die Gesamtgenom-Mutationsanalyse (WGS) zur tumorinformierten Erkennung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) bei Patienten mit Urothelkarzinom liefern kann.

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Aktuelle Print/ePaper-Ausgabe:

„Funktionelle Urologie, Inkontinenz, Urogynäkologie“ lautet der Schwerpunkt der Ausgabe 7/2024 der Print/ePaper-Ausgabe von „Kompakt Urologie“. Lesen Sie darin Neues zur Therapie der refraktären Drang-Harninkontinenz, zur nächtlichen Enuresis bei Kindern und zur bakteriellen Vaginose. Darüber hinaus kommentiert Herausgeber Prof. Michael Stöckle die wichtigsten aktuellen Studien, wozu seiner Ansicht nach vor allem die SWOG-S1011-Studie zur Lymphadenektomie bei der Zystektomie gehört. Doch natürlich nimmt auch das Prostatakarzinom wieder großen Raum ein.

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mCRPC: Zirkulierende Tumor-DNA liefert zusätzliche Information zum PSA-Wert für die Therapieüberwachung

Die Bewertung zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) zusätzlich zum PSA-Wert ergibt eine erhöhte Aussagekraft für die Behandlungsüberwachung bei metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC). Dies zeigt ein australisch-US-amerikanisches Wissenschaftlerteam anhand einer großen Kohorte.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vergleich der Prognose und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zwischen roboterassistierter radikaler Prostatektomie und Hochdosis-Brachytherapie in Kombination mit externer Strahlentherapie und Hormontherapie bei Prostatakrebs mit hohem Risiko (Prostate 05.12.2024)

Diffusionsgewichtete MRT zur Erkennung einer Nierenparenchymbeteiligung bei Kindern mit der ersten Episode einer fieberhaften Harnwegsinfektion (Front Radiol 2024;4:1452902)

Einfluss der kalten Ischämiezeit und des Spenderalters auf die Ergebnisse von Nierentransplantationen nach Kreislauftod (Clin Transplant 2024;38(12):e70051)

 
 
 
mCRPC: Nuklearmedizinische Therapie erzielt bessere Ergebnisse als Wechsel des Androgenrezeptor-Signalweginhibitors

mCRPC: Nuklearmedizinische Therapie erzielt bessere Ergebnisse als Wechsel des Androgenrezeptor-Signalweginhibitors

Für Patienten mit PSMA*-positivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC), die nach einer Therapie mit einem Androgenrezeptor-Signalweginhibitor (ARPI) eine Progression erlitten haben, kann eine nuklearmedizinische Therapie mit Lutetium-177-PSMA-617 eine wirksame Behandlungsalternative gegenüber einem weiteren ARPI sein. Dies schließen die Studienautoren aus den bisherigen Daten der PSMAfore-Studie.

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AUSZEICHNUNGEN:

Zahlreiche Forscherinnen und Forscher konnten sich bei der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie über Auszeichnungen freuen.
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Am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI) wurde der medac-Forschungspreis 2024 verliehen.
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TERMINE:

Münchner Radiologie Symposium 2025
24.-25. Januar 2025
München

Sexualmedizin Teil II
25.-31. Januar 2025
Freiburg im Breisgau

34. Urologischer Winterworkshop
28.-31. Januar 2025
Leogang, Österreich

 
 

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