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Liebe Leserinnen und Leser,
Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) sind inzwischen zur Standardtherapie beim Nierenzellkarzinom geworden. Doch warum wirken diese Medikamente bei manchen Patienten nicht? Forscher aus Hannover haben jetzt eine mögliche Ursache gefunden: Zwei N-Glykane sind bei Nonrespondern vermehrt zu finden. Möglicherweise könnten diese Zuckerstrukturen in Zukunft als Biomarker dienen, um schon im Vorfeld vorauszusagen, ob eine ICI-Therapie wahrscheinlich wirken wird oder nicht.
Das Immunsystem beschäftigt uns auch bei unserem zweiten Thema, diesmal in der Transplantationsmedizin. Patienten mit transplantierter Niere müssen beispielsweise ihr Leben lang Immunsuppressiva einnehmen, damit das Fremdorgan vom Körper nicht abgestoßen wird. Einen Fortschritt könnte die extrakorporale Photopherese bedeuten: Hierbei werden bestimmte Immunzellen außerhalb des Körpers behandelt und anschließend wieder dem Blutkreislauf zugeführt, wodurch regulatorische immunologische Prozesse angestoßen werden.
Wir bleiben bei der Transplantationsmedizin, aber politisch: Können wir uns angesichts leicht gestiegener Organspendezahlen (wir berichteten) beruhigt zurücklehnen? Keineswegs, mahnt die Deutsche Transplantationsgesellschaft und fragt, warum sich Deutschland mit der Widerspruchslösung so schwertut, die in anderen europäischen Staaten längst Realität ist.
Zum Schluss begeben wir uns zurück in die Niederungen des Alltags: Viele Ärzte schlagen sich weiterhin mit schlecht funktionierender Praxissoftware herum – und auch die elektronische Patientenakte erfüllt die Erwartungen bisher nicht.
Viel Spaß beim Lesen und eine schöne, erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
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