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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
zur Behandlung des Benignen Prostata-Syndroms gibt es medikamentöse und chirurgische Methoden, aber auch hiermit ist nicht allen Betroffenen geholfen. Eine Alternative sind medizintechnische Retraktionsverfahren. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der in Deutschland über die Verordnungsfähigkeit von Therapien durch die Gesetzliche Krankenversicherung entscheidet, sieht zwar das Potenzial, ist aber vom Nutzen der Methode noch nicht überzeugt. Um eine aussagekräftige Studie auf den Weg zu bringen, startet der G-BA jetzt ein Beratungsverfahren.
Priapismus, eine schmerzhafte Dauererektion ohne sexuelle Erregung, ist ein urologischer Notfall. Ohne Therapie droht der Gewebeuntergang. Im Falle des ischämischen Priapismus scheint sich die Arzneimitteltherapie zu bewähren, wie jetzt eine Studie zeigt: Nur sieben Prozent der Betroffenen brauchten anschließend noch eine chirurgische Behandlung.
Von nationaler Wichtigkeit ist in China offenbar die Penislänge. Das Land beeindruckt nicht nur mit wirtschaftlichem Wachstum, sondern nach den Daten einer aktuellen Metaanalyse, also mit höchster wissenschaftlicher Evidenz, wächst auch der chinesische Penis bei einer Erektion besonders stark. Zwar zeigt die Studie auch, dass das fernöstliche Begattungsorgan im flakziden Zustand signifikant kürzer ist als im globalen Vergleich, doch aufgrund der hohen Zuwachsraten braucht der chinesische Mann sich nicht in seiner Männlichkeit beschnitten zu fühlen – das alles dank zweier Autoren aus dem Finanz- und Tourismus-Sektor. Eine Nominierung für den Ig-Nobel-Preis dürfte ihnen sicher sein.
Viel Spaß beim Lesen und eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
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