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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,
eine große Prostata bringt normalerweise Probleme mit sich und erschwert das operative Vorgehen, wenn die Drüse wegen Prostatakrebs entfernt werden muss. Doch die große Prostata scheint auch Vorteile zu haben, wie US-Urologen berichten. Sie verzeichneten bei Patienten mit größeren Vorsteherdrüsen weniger hohe Krebsstadien und weniger positive Schnittränder.
Koreanische Urologen haben das Demenzrisiko bei medikamentöser Therapie der Überaktiven Blase (OAB) untersucht. Das Ergebnis: Bei einer Kombinationstherapie eines Anticholinergikums mit Mirabegron war das Risiko am höchsten, auch mit Anticholinergika allein war es hoch. Daher ist nach Ansicht der Studienautoren „bei der Erwägung einer Kombinationsbehandlung für OAB-Patienten mit Risikofaktoren für Demenz Vorsicht geboten“.
Um Nebenwirkungen geht es auch bei zwei Studien zur Strahlentherapie bei Prostatakrebs. Bekanntermaßen kann die Bestrahlung eine urogenitale und gastrointestinale Toxizität nach sich ziehen. Die Protonentherapie ist hier offensichtlich nicht besser als die Bestrahlung mit Photonen, wie eine Studie zeigt. Eine andere Studie widmet sich der adjuvanten Strahlentherapie nach Prostatektomie. Hier zeigte sich die hypofraktionierte Strahlentherapie gegenüber der konventionellen in Bezug auf die Toxizität nicht unterlegen. Allerdings war in den ersten sechs Monaten nach Bestrahlung die gastrointestinale Toxizität bei Hypofraktionierung signifikant höher – sicher nicht unerheblich für die Patienten, auch wenn es vorübergeht.
Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
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