|
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Behandlung von Nierenkrebs geht es voran – molekular wie operativ: Forscher aus Erlangen konnten durch Ausschalten eines regulatorischen DNA-Elements das Tumorwachstum beim klarzelligen Nierenzellkarzinom verlangsamen. Das Uniklinikum Würzburg hat das Fast-Track-Verfahren nun auch auf Nierenkrebsoperationen ausgeweitet. Durch ein bestimmtes Maßnahmenpaket wird dabei eine besonders schnelle Erholung des Patienten erreicht.
Ein wichtiger Faktor des Fast-Track-Verfahrens ist die passende Ernährung. Auch die aktualisierte S3-Leitlinie zur onkologischen Ernährungsmedizin trägt in einem neuen Kapitel der Bedeutung der Ernährung bei operativer Tumortherapie Rechnung. Eine klare Absage erteilt die Leitlinie ganz allgemein sogenannten „Krebs-Diäten“ oder Fasten bei Krebs.
Für die Diagnostik von Prostatakrebs setzt die Universitätsmedizin Halle auf hochauflösenden Mikroultraschall – sowohl in der Früherkennung als auch bei der Abklärung eines konkreten Krebsverdachts. Das Verfahren sei gleichwertig, aber schonender und schneller als die Magnetresonanztomographie, so die Hallenser Urologen.
Last, but not least, möchte ich Sie noch auf eine wichtige Studie in „The Lancet. Oncology“ hinweisen. Es handelt sich um die erste Metaanalyse mit individuellen Patientendaten zur Metastasen-gerichteten Strahlentherapie als Ergänzung der Standardtherapie bei oligometastasiertem Prostatakrebs. Die Studie konnte bei drei Überlebensendpunkten einen Vorteil zeigen, jedoch noch nicht beim Gesamtüberleben.
Quasi als Ausgleich für so viel Onkologie finden Sie unter „Unsere Auswahl“ drei Links zu interessanten aktuellen Studien aus nicht onkologischen Gebieten der Urologie.
Eine aufschlussreiche Lektüre und eine gute Woche wünscht Ihnen
|