Ausgabe 48/2024

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Donnerstag, 28. November 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Urologie,

künstliche Intelligenz, Fertilitätsprotektion, Erektile Dysfunktion und die Gesundheit transsexueller Menschen waren wichtige Themen bei der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (DGA) in Köln. Doch auch die Berufspolitik kam nicht zu kurz: Die DGA will gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband der Deutschen Urologie erreichen, dass Andrologie nicht länger ein teures Hobby für die darauf spezialisierten Ärzte bleibt.

Zwei uroonkologische Publikationen in den letzten Ausgaben des „New England Journal of Medicine“ lassen aufhorchen. Eine Studie aus Schweden zeigt, dass ein PSA-Screening, bei dem sich nach einem auffälligen PSA-Wert nur dann eine Biopsie anschließt, wenn Läsionen in der MRT zu sehen sind, einen Großteil der Überdiagnostik vermeidet. Dieses Konzept verzichtet komplett auf eine systematische Biopsie. Natürlich erkauft man einen Verzicht auf Überdiagnostik immer mit einer gewissen Anzahl übersehener Befunde. Jonas Hugosson und Kollegen bewerten ihr Konzept als sicher, auch wenn bei zusätzlicher systematischer Biopsie acht fortgeschrittene oder risikoreiche Karzinome mehr entdeckt wurden.

Die andere, am 14.11.2024 in der Ausgabe 19 erschienene Publikation betrifft die NIAGARA-Studie, die auch schon beim diesjährigen Kongress der European Society for Medical Oncology vorgestellt wurde (wir berichteten). Thomas Powles und Kollegen berichten hier über vorteilhafte Ergebnisse mit perioperativem Durvalumab plus neoadjuvanter Chemotherapie bei Cisplatin-geeigneten Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs. Doch nicht alle sind von dem Fortschritt überzeugt. Kompakt-Urologie-Herausgeber Prof. Michael Stöckle etwa gibt in seinem aktuellen Editorial zu bedenken, „ob es wirklich die Kombination aus Vor- und Nachbehandlung vor und nach Zystektomie braucht, oder ob nicht auch die Nachbehandlung allein gereicht hätte, um zum gleichen Ergebnis zu kommen“. Die „Frage der Sinnhaftigkeit der neoadjuvanten Therapie“ ist für den ehemaligen Direktor der urologischen Universitätsklinik des Saarlandes „keineswegs vom Tisch“: „Keine einzige Einzelstudie konnte für sich allein jemals einen absolut überzeugenden Benefit der neoadjuvanten Chemotherapie belegen“, stellt Stöckle fest.

Zuletzt darf natürlich ein Hinweis auf das wichtigste gesundheitspolitische Ereignis dieser Woche nicht fehlen: Der Bundesrat hat die umstrittene Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD) angenommen. Dies ging allerdings nicht ohne Turbulenzen und Nachbeben vonstatten …

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Neues zur Männergesundheit von der 36. DGA-Jahrestagung in Köln

Neues zur Männergesundheit von der 36. DGA-Jahrestagung in Köln

Grundlagenforschung, klinische Andrologie und Berufspolitik: Auf der 36. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Andrologie e.V. (DGA) unter der Leitung von Tagungspräsident Dr. Alexander Sahi diskutierten in Köln 150 Andrologen vor allem aus den Fachgruppen Urologie, Endokrinologie und Dermatologie sowie der Reproduktionsmedizin vom 14.–16.11.2024 Aktuelles aus ihrem interdisziplinären Fachgebiet.

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mRCC: Daten aus dem Versorgungsalltag

Praxisnahe Daten aus einer retrospektiven europäischen multizentrischen Analyse bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom unter KEYTRUDA® plus KISPLYX® stützen die überzeugenden klinischen Studiendaten der Studie CLEAR (KEYNOTE-581).

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Rein MRT-gesteuerte Biopsie halbiert Risiko der Detektion von nichtsignifikantem Prostatakrebs

Eine neue Studie, die im „New England Journal of Medicine“ publiziert wurde, lässt das PSA-Screening auf Prostatakrebs, an das sich ab einem Wert von ≥3 ng/ml ausschließlich MRT-gesteuerte Biopsien anschließen, gut dastehen.

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ObgemsaTM: Neue unkomplizierte Therapie bei überaktiver Blase

Mit ObgemsaTM steht für Erwachsene mit überaktiver Blase ab sofort ein hochselektiver β3-Agonist zur Verfügung.1 Studienergebnisse zeigten bei 41 % der Patienten eine Abwesenheit von Dranginkontinenz-Episoden.2 Das Sicherheitsprofil war dabei vergleichbar mit Placebo.3 ObgemsaTM wird unabhängig von Co-Morbiditäten unkompliziert als Einheitsdosis eingenommen1.

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Überlebensvorteil durch perioperatives Durvalumab plus neoadjuvante Chemotherapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Überlebensvorteil durch perioperatives Durvalumab plus neoadjuvante Chemotherapie bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Perioperatives Durvalumab plus neoadjuvante Chemotherapie führte in der NIAGARA-Studie bei Cisplatin-geeigneten Patienten mit muskelinvasivem Blasenkrebs zu signifikanten Verbesserungen des ereignisfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens (OS) im Vergleich zur alleinigen neoadjuvanten Chemotherapie. Dies zeigt eine Publikation in der Ausgabe 19/2024 des „New England Journal of Medicine“.

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Bundesrat macht Weg für Krankenhausreform frei

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bringt sein Prestigeprojekt trotz des Bruchs der Ampel-Koalition ins Ziel: Eine Neuaufstellung der Kliniken ist nach langem Gezerre beschlossene Sache.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Ein hoher 11-Ketotestosteronspiegel führt zu kürzerer Zeit bis zur Kastrationsresistenz bei rezidivierendem nichtmetastasierten Prostatakrebs (J Urol 2024 Nov 15:101097JU0000000000004333)

Klinisch-pathologische Bedeutung der extranodalen Fettgewebeinvasion in metastasierten Lymphknoten bei Patienten mit Prostatakrebs (Prostate 2024 Nov 20)

Prävention und Kontrolle katheterassoziierter Harnwegsinfektionen: Ein Projekt zur Patientensicherheit und Qualitätsverbesserung (Cureus 2024 Oct 22;16(10):e72105)

 
 
 
Streit um Krankenhausreform sorgte für Unregelmäßigkeiten im Bundesrat

Streit um Krankenhausreform sorgte für Unregelmäßigkeiten im Bundesrat

Eine Länderstimme wurde nicht gezählt, ein Ministerpräsident entließ sogar während laufender Sitzung seine Gesundheitsministerin. Grund waren Unstimmigkeiten innerhalb der Länder über die Abstimmung zur bundesweiten Krankenhausreform.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Deutsche Krebsgesellschaft berichtet über eine erfreuliche Zunahme der Krebsvorsorgeuntersuchungen. Auch Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs  haben um 4,7 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 zugenommen.
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Die Mehrheit der sexuell aktiven jungen Menschen in Deutschland verhütet und nutzt vorwiegend Kondome.
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TERMINE:

Urogynäkologie-Aufbaukurs nach AGUB
29.-30. November 2024
Online

2. Tag der Urologie in Hamburg
30. November 2024
Hamburg

2. Tag der Urologie in Augsburg
30. November 2024
Gersthofen

 
 

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