Ausgabe 05/2026

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Donnerstag, 29. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es kommt nicht oft vor, dass sich Urologie und Augenheilkunde überschneiden. Eine hochkarätig in „Nature Health“ publizierte Studie stellt jetzt jedoch die Warnfunktion des Sehsinnes für das Überleben heraus, und zwar beim Blasenkrebs. Dessen erstes Warnzeichen ist oft Blut im Urin – doch Personen mit Rot-Sehschwäche können diesen schlicht nicht erkennen. Tatsächlich zeigt die Analyse, dass diese Personengruppe im Endeffekt ein höheres Risiko hat, an Blasenkrebs zu versterben. Interessant ist, dass dieser Zusammenhang bei Darmkrebs nicht besteht. Das weist darauf hin, dass wirklich die Farbenblindheit die Ursache ist. Urologen sollten also gegebenenfalls nachfragen, ob ein Patient eine Sehschwäche hat.

In vielen urologischen Praxen hat sich inzwischen die Jungensprechstunde etabliert. Für diese Kollegen dürfte eine Studie interessant sein, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit in Köln vorgestellt hat. Die Daten zeigen vor allem, dass Jugendliche in Deutschland immer später sexuell aktiv werden und sicher verhüten. Entgegen einem allgemein behaupteten Trend zur Verrohung unter anderem durch die „sozialen“ Medien spricht dies eher für ein gestiegenes Verantwortungsbewusstsein junger Menschen – die dann vielleicht auch eher dem Rat eines Urologen, etwa zur Hodenkrebsvorsorge, folgen werden.

Politisch hat es diese Woche den Auftakt für das von der Regierung geplante Primärarztsystem gegeben. Eine prägnante Symphonie mit Paukenschlag wird es wohl nicht werden, eher schon ein Drama Wagnerschen Ausmaßes, mit vielen sich widersprechenden Beteiligten, dessen Finale wohl erst 2028 zu erwarten ist.

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Farbenblindheit und Harnblasenkarzinom: Studie zeigt höheres Sterberisiko

Farbenblindheit und Harnblasenkarzinom: Studie zeigt höheres Sterberisiko

Eine US-amerikanische Untersuchung zeigt, dass an Harnblasenkrebs Erkrankte, die gleichzeitig farbenblind sind, eine höhere Sterblichkeitsrate aufweisen als Normalsehende.

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Advertorial

Lebensqualität: Ein wichtiger Faktor für
mHSPC-Patienten

In der ARANOTE-Studie verlängerte Darolutamid + ADT die Zeit bis zur Verschlechterung der Lebensqualität (gemessen am FACT-P) um 5,1 Monate gegenüber Placebo + ADT und senkte das rPFS-Risiko um 46 % (HR 0,54, 95% KI 0,41-0,71; p<0,0001) bei zugleich niedrigen Abbruchraten (6,1 % vs. 9,0 %). Welche Patienten besonders profitieren, zeigt der Drug Report.

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BIÖG-Studie zur Jugendsexualität in 2025: Erster Sex immer später

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in Köln hat die ersten Ergebnisse der Jugendsexualitätsstudie 2025 vorgestellt. Die Daten zeigen vor allem, dass Jugendliche in Deutschland immer später sexuell aktiv werden – und sicher verhüten.

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BPH: Aquablation mit höheren Wiederaufnahmeraten verbunden

BPH: Aquablation mit höheren Wiederaufnahmeraten verbunden

Die Behandlung der Benignen Prostatahyperplasie mittels fokussiertem Wasserstrahl (Aquablation) war in einer retrospektiven Analyse mit höheren Wiederaufnahmeraten verbunden als andere chirurgische Verfahren. Dies könnte aber schlicht mit der Lernkurve des neuen Verfahrens zusammenhängen, räumen die Autoren ein.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Onkologische Ergebnisse der trimodalen Therapie bei primärem versus sekundärem muskelinvasivem Blasenkrebs: Eine multizentrische retrospektive Studie
Eur Urol Oncol 2026 Jan 22:S2588-9311(25)00343-8

Bewertung des Verlusts des Y-Chromosoms im peripheren Blut als Biomarker für Prostatakrebs
Prostate 2026 Jan 22

Auswirkungen von Techniken, die das kavernöse Gewebe schonen, auf postoperative Ergebnisse bei Penisprothesenoperationen: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
J Sex Med 2026 Jan 7;23(2):qdag006

 
 

Auftakt für das Primärarztsystem

Der Zugang zu Fachärzten soll neu organisiert werden, helfen soll ein Primärarztsystem. Erklärte Ziele: Kürzeres Warten auf Termine und eine effizientere Versorgung in Zeiten steigender Gesundheitskosten. Es wird eine Großoperation.

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Pläne für Charité-Datenbank nach Kritik gestoppt

Pläne für Charité-Datenbank nach Kritik gestoppt

Nach scharfer Kritik der Berliner Datenschutzbeauftragten Meike Kamp an Plänen für eine Gesundheitsdatenbank an der Charité hat das Abgeordnetenhaus das Vorhaben vorerst gestoppt.

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PERSONALIEN:

Die Urologie am Klinikum Leverkusen (NRW) hat Verstärkung bekommen: Dr. Nicola Winter ist Spezialistin für uroonkologische Systemtherapie.
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Zum 1. Januar 2026 hat Doctor-Medic Dorin Popescu die Position des Chefarztes der Klinik für Urologie am Helios Klinikum Salzgitter (Niedersachsen) übernommen.
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TERMINE:

AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie 1. Teil 2026
30. - 31. Januar 2026
Online

Medizin 2026 Fachmesse für die Ärztliche Praxis
30. Januar - 1. Februar 2026
Stuttgart

Uro Update 2026
06. – 07.Februar 2026
Berlin

 
 

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