Ausgabe 18/2026

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Donnerstag, 30. April 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
auf dem Gebiet des lokalisierten Prostatakarzinoms geht der Fortschritt rasant weiter. Dem haben jetzt die American Urological Association (AUA) und die American Society for Radiation Oncology (ASTRO) Rechnung getragen und ihre diesbezügliche Leitlinie aktualisiert. Die Neuerungen betreffen sowohl die Diagnostik, etwa beim angemessenen Einsatz von Bildgebungsverfahren, als auch die Therapie: Hier gibt es neue Empfehlungen zur Risikostratifizierung und zur Therapieintensivierung bei Hochrisiko-Erkrankung.
Eine genauere Risikoeinschätzung hat auch eine Studie aus Israel zum Ziel, die im Open-Science-Journal der AUA veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler zeigen, dass die Bestimmung der Anzahl und Länge der Läsionen in der Prostatabiospie wichtige Informationen zusätzlich zum PSA-Wert ergibt.
Nicht nur die Prostata ist immer wieder Quelle neuer Erkenntnisse, auch der weibliche Beckenboden ist immer noch weithin unbekanntes Terrain. Ein Forscherteam aus Regensburg will dies ändern und untersucht erstmals systematisch, wie der Beckenboden im Alltag belastet wird und wie er auf die Belastung reagiert. Eine Studie aus Brasilien förderte einen überraschenden Befund zutage: Nicht etwa das Fett im Genitalbereich, sondern das viszerale Fett steht mit dem Risiko für Belastungsinkontinenz bei Frauen in Zusammenhang.
Eine gute Woche und eine interessante Lektüre wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
AUA und ASTRO präsentieren aktualisierte Leitlinie zu lokalisiertem Prostatakrebs

AUA und ASTRO präsentieren aktualisierte Leitlinie zu lokalisiertem Prostatakrebs

Die American Urological Association (AUA) hat gemeinsam mit der American Society for Radiation Oncology (ASTRO) die Leitlinie zu lokalisiertem Prostatakrebs aktualisiert. In die Neufassung sind zahlreiche neue Erkenntnisse eingeflossen.

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Obgemsa®: Die ÜAB-Therapie, die einfach passt

Mit Obgemsa® steht ein hochselektiver β3-Agonist zur Behandlung der überaktiven Blase (ÜAB) bei Erwachsenen zur Verfügung.1,2 Aktuelle Daten der COURAGE-Studie zeigten bei Männern mit überaktiver Blase (ÜAB) und benigner Prostatahyperplasie (BPH) nach 12 Wochen im Vergleich zu Placebo unter anderem signifikante Reduktionen der Drang-Episoden (–2,88 vs. –1,93) sowie der Nykturie-Episoden (–0,88 vs. –0,66).3

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Ein neuer Ansatz zur Risikobewertung bei Prostatakrebs

Eine neue Studie des Clalit-Soroka Medical Center in Be’er-Sheva (Israel) präsentiert eine einfache Methode, um Männer mit Prostatakrebs und einem höheren Risiko für einen aggressiven Verlauf zu identifizieren. Die Mediziner nutzen dazu die Anzahl der Läsionen und die Länge der größten Läsion in der Biopsie.

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mHSPC: Neue Daten zur Therapie mit NUBEQA®

Die Ergebnisse der aktuellen ARASAFE-Studie weisen darauf hin, dass die Triple-Therapie (Darolutamid + ADT + Docetaxel) mit reduzierter experimenteller Docetaxel-Dosis (50 mg/m² Q2W) besser verträglich ist als das Standardschema (75mg/m² Q3W) – bei vergleichbar hohen PSA-Ansprechraten in beiden Studienarmen. Erfahren Sie jetzt mehr zum Wirksamkeitsprofil von NUBEQA® beim mHSPC.

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OTH Regensburg bringt Beckenbodenforschung aus der Tabuzone

OTH Regensburg bringt Beckenbodenforschung aus der Tabuzone

Millionen Frauen sind betroffen, doch die Forschung hinkt hinterher: Ein Team der OTH Regensburg untersucht erstmals systematisch, wie der Beckenboden im Alltag belastet wird und wie er darauf reagiert. Die Ergebnisse werden bei einem Symposium am 12. Juni 2026 an der Hochschule präsentiert.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Überwachungsmuster bei nicht muskelinvasivem Blasenkrebs in verschiedenen Risikogruppen: eine Analyse aus der Praxis
BJU Int 23.04.2026

Die Dauer der Operation als Prädiktor für das Risiko einer venösen Thromboembolie nach radikaler Zystektomie.
Urol Oncol 2026;44(5):110983.

Vardenafil lindert durch Bluthochdruck bedingte Erektionsstörungen durch Unterdrückung des HMGB1/RAGE/NF-κB-Signalwegs.
Urology 21.04.2026

 
 

Viszerales Fett ist bei Frauen mit einem höheren Risiko für Belastungsinkontinenz verbunden

Die Ansammlung von viszeralem Fett (Fett zwischen den Organen) erhöht das Risiko für Belastungsinkontinenz bei Frauen signifikant. Eine Studie der Bundesuniversität São Carlos (UFSCar, Brasilien) identifizierte diese Region als den am stärksten mit unwillkürlichem Harnverlust assoziierten Bereich, noch vor dem Gesamtkörperfett.

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Zehn Jahre robotische Urologie am Universitätsklinikum Wiener Neustadt

Zehn Jahre robotische Urologie am Universitätsklinikum Wiener Neustadt

Mit einer Fachveranstaltung und anschließendem Festakt hat das Universitätsklinikum Wiener Neustadt (UKWN, Österreich) das Jubiläum „Zehn Jahre robotische Urologie“ gefeiert.

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PERSONALIEN:

Prof. Stefan Hautmann hat als Chefarzt den Fachbereich der Urologie am Helios-Klinikum Schleswig (Schleswig-Holstein) übernommen.
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Mark Jalaß ist auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Medizintechnologie als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt worden.
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TERMINE:

AKO-Symposium „Was ändert sich in der Uro-Onkologie”, 3. Block
6. Mai 2026
online

52. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung e.V. und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie
6. –8. Mai 2026
Würzburg

130. Deutscher Ärztetag
12. –15. Mai 2026
Hannover

 
 

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