Ausgabe 49/2024

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Donnerstag, 05. Dezember 2024

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,

wie würden Sie diesen „Fall“ einstufen (soweit dies aus der „Ferne“ überhaupt machbar ist)? Die Australian-Shepherd-Hündin „Smilla“ musste zum Wesenstest, und zwar aus folgendem Anlass: Eine Katze aus Smillas Wohnumfeld, die eine Verletzung ungeklärter Ursache aufwies, musste beim Tierarzt behandelt werden. Aus nicht näher erläuterten Gründen fiel der Verdacht als Verursacher der Wunde auf Smilla. Glücklicherweise behielten beide, sowohl Smillas Halterin als auch Smilla selbst, die Nerven und die Hündin absolvierte den Wesenstest – und gilt seither als teilrehabilitiert. Dass so eine Ausgangslage für Halter betroffener Hunde eine Maximalbelastung darstellt, ist leicht nachzuvollziehen. Auch nachvollziehbar ist, dass Behörden in derartigen Angelegenheiten einschreiten müssen und eine Klärung herbeiführen, was nicht immer ganz einfach ist. Tierärztin Steffi Schmidt aus Gießen etwa, die als Gutachterin bei Wesenstests fungiert, musste schon Hunde prüfen, die wegen Bagatellvorfällen gemeldet wurden. Schmidt sagt, sie habe es nur selten mit wirklich aggressiven Tieren zu tun, oft führten rassetypisches Verhalten, gepaart mit Unachtsamkeit der Besitzer, zu Problemen. Hundetrainerin Salena Maue sieht die Problematik auch darin begründet, dass „zu viele Menschen zu wenig über ihre Tiere und deren Bedürfnisse wissen“. Dass solche Vorfälle in aller Regel multifaktoriell sind und jeder Vorgang einzeln betrachtet werden muss, macht es nicht leichter. Was außerdem mit hineinspielt und wie dem beizukommen sein könnte, damit beschäftigt sich unser erster Beitrag heute.

Wie Prof. Katrin Hartmann von der LMU München in ihrem Vortrag über die feline infektiöse Peritonitis (FIP) auf dem DVG-Vet-Congress ausgeführt hat, sind mittlerweile in der FIP-Therapie Studien zu mehreren antiviralen Wirkstoffen durchgeführt worden. So haben Wissenschaftler der University of California, Davis, USA, die Wirksamkeit von per os (PO) verabreichtem Molnupiravir (MPV) zur Behandlung einer FIP mit Erguss beurteilt. In der monozentrischen, prospektiven, offenen Längsschnittstudie konnten die Forschenden zeigen, dass mit Molnupiravir eine ähnlich effektive Behandlung einer FIP mit Erguss zu erzielen ist wie mit GS-441524. Die Untersuchung ist im „Journal of Veterinary Internal Medicine“ unter Open Access veröffentlicht worden.

Viel Vergnügen bei der Lektüre und eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen


  Ihre
  Sigrun Grombacher
  Redakteurin Kompakt VetMed
  Tierärztin

 

 
 
„Who's to blame?“ - Wenn Hunde zum Wesenstest müssen

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Hunde dürfen nicht beißen und sollen jederzeit kontrollierbar sein. Zeigen sie Problemverhalten, kann es schnell zur Anzeige kommen – mit weitreichenden Folgen für die Vierbeiner und ihre Besitzer.

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Präventive Tötung gesunder Bestände bei Tierseuchen nicht mehr zeitgemäß

Bundestierärztekammer e. V. (BTK) und Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) sprechen sich in einem Positionspapier nachdrücklich für die Integration von Impfungen als zentrales Instrument in die strategische Bekämpfung von Tierseuchen aus.

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Alle Jahre wieder in Herbst und Winter: Atemwegsinfektionen beim Hund

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Ansteckender Husten ist auch bei Hunden weit verbreitet. Typisch für die Erkrankung ist ein plötzlich auftretender, heftiger, trockener und „bellender“ Husten. Das Krankheitsbild ist landläufig als „Zwingerhusten“ bekannt.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Offene klinische Studie mit oral verabreichtem Molnupiravir als Erstlinienbehandlung bei natürlich auftretender infektiöser Peritonitis bei Katzen
J Vet Intern Med 26.09.2024.  DOI: 10.1111/jvim.17187 

Untersuchung der Faktoren, die mit verhaltensbezogener Euthanasie von Hunden verbunden sind
Front Vet Sci 2024;11:1387076. DOI: 10.3389/fvets.2024.1387076 

Der positive Einfluss täglicher Wohlfühlpraktiken auf die Selbsteinschätzung der Lebensqualität einzelner Veterinärfachkräfte in einer spezialisierten Tierklinik
Front Vet Sci 2024;11:1381090.  DOI: 10.3389/fvets.2024.1381090 

Aversion gegen Feuerwerk bei Katzen und Hunden: Berichte niederländischer Tierhalter
Vet Anim Sci 2024;26:100402.  DOI: 10.1016/j.vas.2024.100402 

 
 

Kind und Teenager in Nordamerika mit Vogelgrippe infiziert

Derzeit grassiert die größte je dokumentierte Vogelgrippewelle. In den USA infizierte sich nun erstmals ein Kind. In Kanada kämpft ein Teenager mit einem mutierten Virus.

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Gartenschläfer: Erbgutanalyse trägt zum Schutz der gefährdeten Art bei

Gartenschläfer: Erbgutanalyse trägt zum Schutz der gefährdeten Art bei

Um gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tierarten nachhaltig schützen zu können, bedarf es passgenauer Strategien im Naturschutzmanagement. Eine immer größere Rolle spielen dabei Informationen, die aus genomischen Daten gewonnen werden. Eine Gruppe von Forschern hat jetzt den Gartenschläfer unter die Lupe genommen.

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KURZMELDUNGEN:

Blauzungenkrankheit: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verlängert die Ausnahmeregelung für Impfstoffe.
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Social Media: Die Bundestierärztekammer präsentiert sich zukünftig auf einem zusätzlichen digitalen Kanal.
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Thünen-Steckbriefe zur Nutztierhaltung belegen: Schweinefleisch bleibt in Deutschland das Exportgut Nummer eins.
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Die Holzwespen-Schlupfwespe wurde zum „Insekt des Jahres 2025“ gekürt: Sie ist besonders für die Forstwirtschaft wichtig.
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TERMINE:

Preventive Care bei Hunden und Katzen – Strategien für ein gesundes Tierleben
17. Dezember 2025
Live-Webinar

Intensivwoche 2025
13.-18. Januar 2025
Tuttlingen

Larynxparalyse beim Hund
15. Januar 2025,
Online

Verhaltenstherapie beim Hund
1.-2. Februar 2025,
Timmendorfer Strand

 
 

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