Ausgabe 23/2025

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Donnerstag, 05. Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,

sie ist ein alter Hut und doch nie ganz totzukriegen: Leptospirose, eine bakterielle Zoonose, die sich über kontaminierte Böden und Wasser oder direkt von infizierten Tieren über deren Urin ausbreitet. Auch durch den Verzehr kleiner Nagetiere können Hunde sich infizieren. Nicht umsonst gehört die Erkrankung zu den Core-Impfungen. Tatsächlich scheinen Hundehalter jedoch recht wenig darüber zu wissen, wie eine US-amerikanische Studie belegt, für die im Januar 2022 in Gemeinden im Los Angeles County, in denen es 2021 zu einem Leptospirose-Ausbruch kam, eine Umfrage unter Hundebesitzern durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 102 Hundebesitzer an der Umfrage teil: 90 Prozent gaben an, einen Tierarzt zu haben, 68 Prozent der Befragten wussten nichts von dem Ausbruch, und 77 Prozent waren mit den Anzeichen und Risiken im Zusammenhang mit Leptospirose nicht vertraut. Ad hoc hat man die Leptospirose sicher nicht ganz oben auf der Differenzialdiagnosen-Liste, wenn ein Hund mit unspezifischen Anzeichen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen und Apathie vor einem steht. Darum erinnert der Bundesverband für Tiergesundheit an diese wichtige Zoonose in einer Meldung.

Und, hätten Sie’s gedacht? Japanische Forschende haben in einer Studie gezeigt, dass Katzen ihren Besitzer augenscheinlich am Geruch von anderen Individuen unterscheiden können. Das überrascht nun wirklich nicht allzu sehr, aber irgendjemand musste es ja mal belegen. Was mich allerdings sehr amüsiert hat, war die Beobachtung, dass Kater mit neurotischer Persönlichkeit ein anderes Schnüffelverhalten als „normal“ veranlagte Kater zeigten. Katzen sind einfach unschlagbar, wenn es um Persönlichkeit und Charisma geht. Man kann sie nur lieben.

In diesem Sinne eine gute Lektüre und eine schöne Woche


  Ihre
  Sigrun Grombacher
  Redakteurin Kompakt VetMed
  Tierärztin

 

 
 
Leptospirose beim Hund: Die Krankheit, die in den Pfützen lauert

Leptospirose beim Hund: Die Krankheit, die in den Pfützen lauert

Die Leptospirose ist eine weltweit vorkommende Erkrankung, die am häufigsten über den Urin infizierter Kleinnager auf den Hund übertragen wird. Eine besondere Gefahrenquelle sind Pfützen, stehende oder langsam fließende Gewässer, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (bft) informiert.

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Neuer Krankheitserreger bedroht Fledermäuse

Ein Pilz, zwei Arten, Millionen tote Fledermäuse: Eine Studie unter Leitung der Universität Greifswald hat mehr als 5000 Proben eines Pilzes analysiert, der für das größte dokumentierte Säugetiersterben durch einen Krankheitserreger verantwortlich ist.

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Wenig überraschend: Katzen erkennen den Geruch ihres Besitzers

Wenig überraschend: Katzen erkennen den Geruch ihres Besitzers

Riechen stellt eine der wichtigsten Sinnesleistungen für Katzen dar, seine Rolle bei der Erkennung von Menschen ist jedoch unklar. Eine Studie zeigt nun, dass Katzen anders auf den Geruch ihres Halters reagieren als auf den eines unbekannten Menschen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Leptospira-interrogans-Infektionen im Uterusgewebe von Hunden: Forschende finden potenzielle Ansätze für neue Therapien
Microb Pathog 2025;198:107186 DOI: 10.1016/j.micpath.2024.107186

Einschätzung der Reaktion auf einen Leptospirose-Ausbruch bei Hunden anhand einer Besitzerbefragung
Vet Sci 2025;12(2):119. DOI: 10.3390/vetsci12020119

Fusobacterium nucleatum und Treponema denticola sind robuste Biomarker für Gingivitis und Parodontitis bei kleinen Hunde
Front Vet Sci 2025;11:1515521. DOI: 10.3389/fvets.2024.1515521

Regionalanästhesie des Gebisses beim Bennett-Känguru (Macropus rufogriseus): Anatomische Orientierungspunkte und Ansätze
J Vet Dent 2025 Jan;42(1):33-40. DOI: 10.1177/08987564231219179

 
 

Waldfledermäuse suchen immer häufiger Zuflucht in Siedlungen

Viele heimische Fledermausarten sind Waldbewohner, so auch der Kleinabendsegler. Weil sie in forstlich genutzten Kulturen aber immer seltener Höhlen in alten Bäumen als Quartiere nutzen können, müssen sie auf Quartiere in Siedlungen ausweichen.

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DeutscheVet 2025 überzeugt mit breitgefächertem Vortragsprogramm

DeutscheVet 2025 überzeugt mit breitgefächertem Vortragsprogramm

Am 16. und 17. Mai 2025 lockte die DeutscheVet knapp 1600 Veterinärmediziner und tiermedizinische Fachangestellte nach Dortmund. Die praxisnahen, topaktuellen Vorträge kamen sehr gut an beim Fachpublikum. 2026 zieht die DeutscheVet zurück nach Köln.

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KURZMELDUNGEN:

In Oberbayern sind zwei neue Fälle der Borna-Virus-Disease bekannt geworden: Ein Mann ist bereits verstorben, ein weiterer erkrankt.
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Die Zahl der Ausbrüche von Vogelgrippe bei Säugetieren ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Die USA sind besonders betroffen.
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Eine Studie des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie legt nahe, dass Ziegen bereit sind, anderen ohne direkten Eigennutzen zu helfen.
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Zum 1. Juni 2025 treten für TFAs neue Gehalts- und Manteltarifverträge in Kraft, wie der Bundesverband praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) mitteilt.
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Tierärzte der Vetmeduni Wien haben einen neuen Test für Körperbewusstsein bei Schweinen entwickelt.
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TERMINE:

Rekonstruktive Chirurgie: Wie bekomme ich das wieder zu?
20. Juni 2025
Neu-Isenburg

Kleintierchirurgie für OP-Teams – Abdomen Teil I
23. Juni 2025
Frankfurt/Kronberg im Taunus

Trübes Auge beim Kleintier
26. Juni 2025
Ismaning

Anästhesie beim Kleintier für Tierärzte – Teil I: Grundlagen der Anästhesie
On Demand Webinar

 
 

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