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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,
sie ist ein alter Hut und doch nie ganz totzukriegen: Leptospirose, eine bakterielle Zoonose, die sich über kontaminierte Böden und Wasser oder direkt von infizierten Tieren über deren Urin ausbreitet. Auch durch den Verzehr kleiner Nagetiere können Hunde sich infizieren. Nicht umsonst gehört die Erkrankung zu den Core-Impfungen. Tatsächlich scheinen Hundehalter jedoch recht wenig darüber zu wissen, wie eine US-amerikanische Studie belegt, für die im Januar 2022 in Gemeinden im Los Angeles County, in denen es 2021 zu einem Leptospirose-Ausbruch kam, eine Umfrage unter Hundebesitzern durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 102 Hundebesitzer an der Umfrage teil: 90 Prozent gaben an, einen Tierarzt zu haben, 68 Prozent der Befragten wussten nichts von dem Ausbruch, und 77 Prozent waren mit den Anzeichen und Risiken im Zusammenhang mit Leptospirose nicht vertraut. Ad hoc hat man die Leptospirose sicher nicht ganz oben auf der Differenzialdiagnosen-Liste, wenn ein Hund mit unspezifischen Anzeichen wie Appetitlosigkeit, Erbrechen und Apathie vor einem steht. Darum erinnert der Bundesverband für Tiergesundheit an diese wichtige Zoonose in einer Meldung.
Und, hätten Sie’s gedacht? Japanische Forschende haben in einer Studie gezeigt, dass Katzen ihren Besitzer augenscheinlich am Geruch von anderen Individuen unterscheiden können. Das überrascht nun wirklich nicht allzu sehr, aber irgendjemand musste es ja mal belegen. Was mich allerdings sehr amüsiert hat, war die Beobachtung, dass Kater mit neurotischer Persönlichkeit ein anderes Schnüffelverhalten als „normal“ veranlagte Kater zeigten. Katzen sind einfach unschlagbar, wenn es um Persönlichkeit und Charisma geht. Man kann sie nur lieben.
In diesem Sinne eine gute Lektüre und eine schöne Woche
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