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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,
am 8. August ist Weltkatzentag. Einerseits ist das ein Anlass, diese außergewöhnlich lebenshungrige Spezies zu feiern, andererseits macht es traurig zu sehen, dass das Leid der Straßenkatzen hierzulande immer weiter eskaliert. Wie der erste Beitrag in unserem heutigen Newsletter verdeutlicht, sind die Tierheime vielerorts am Limit in Bezug auf die Aufnahmekapazitäten für Katzen oder haben diese bereits überschritten. Es ist an der Zeit, den Tieren um ihrer selbst Willen zu helfen, würde ich meinen. Ein wirksamer Hebel zur Linderung des Leides könnte darin bestehen, den in der GOT festgelegten Preis für die Kastration von Katzen und Katern vorübergehend zu senken. Dann würde aus dem Engagement, das ohnehin viele Tierärzte von sich aus leisten, eine flächendeckende, von allen getragene Verpflichtung. Ein unpopulärer Gedanke und einer, der den schwarzen Peter von den Tierhaltenden auf die Tierärzte verschöbe, zugegeben, aber womöglich ein wirksamer. Letztlich geht es um das Wohl der Tiere. Einer muss den Karren aus dem Dreck ziehen, und wenn sich dafür niemand verantwortlich fühlt, ist es dann nicht an uns als „erklärten Schützern der Tiere“, ihnen beizustehen?
In Anbetracht der immens hohen Zahl von Katzen, die in Tierheimen ihr Dasein fristen oder auf sich allein gestellt auf der Straße leben, wird es jedoch nur gemeinsam gelingen, das Leid der Tiere effektiv zu lindern. Und bei „gemeinsam“ denke ich nicht nur an die praktischen Tierärzte, die sich unermüdlich für ihre Patienten einsetzen, sondern auch an die Pharma- und Futtermittelfirmen, Institutionen, Heimtiermärkte, Labore und Tierheime. Wenn alle synchron an einem Strang ziehen, könnte dies den entscheidenden Unterschied machen. Wie denken Sie darüber?
Weitere Meldungen im heutigen Newsletter beschäftigen sich mit der Rindertuberkulose, die bei Wildtieren im Wartburgkreis im Südwesten Thüringens nachgewiesen wurde, sowie mit einer Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zu mehreren Fällen von Flohbefall beim Menschen, bei denen ein Zusammenhang mit Fuchsbauen vermutet wird. In der ersten Kurznachricht finden Sie außerdem Informationen zum aktuellen Auftreten von Mxyomatose-Fällen bei Feldhasen in Schleswig-Holstein.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und eine gute Woche
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