Liebe Leserinnen und Leser,
Tiere tun uns Menschen gut. Das belegen nicht nur zahlreiche Studien, sondern auch die eigenen Lebenserfahrungen. Wer mit Tieren in einem pädagogischen, sozialen, medizinischen oder therapeutischen Umfeld professionell arbeiten möchte, muss sich dafür allerdings Kenntnisse aus vielen Fachbereichen aneignen. Um dies zu ermöglichen, bietet die Justus-Liebig-Universität (JLU) in Gießen die berufsbegleitende wissenschaftliche Weiterbildung „Tiergestützte Dienstleistungen“ an. Dabei spielt die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Veterinärmedizin und dem Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der JLU eine zentrale Rolle.
Um den Teilnehmenden ein ganzheitliches Bild zu vermitteln, zeigt der Lehrgang pädagogische, rechtliche, tiermedizinische, biologische, soziologische und philosophische Perspektiven auf. So werden neben den vielen positiven Wirkungen, die Tiere auf Menschen haben, unter anderem auch kritische Sichtweisen auf den Einsatz von Tieren in tiergestützten Settings sowie tierschutzrelevante Aspekte erörtert. Im Rahmen des Kurses wechseln Präsenzphasen mit Online-Selbstlernphasen ab, außerdem ist von Teilnehmenden ein Praktikum zu absolvieren.
Das Interesse an der Arbeit mit Tieren ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, wie die Studienkoordinatorin und Lehrende Dr. Katharina Ameli berichtet. Demgemäß hat sich auch das Spektrum der eingesetzten Tierarten erweitert: Es reicht von Achatschnecken über Hühner und Hunde bis hin zu Alpakas, Pferden und Schafen und weit darüber hinaus. Nach erfolgreichem Abschluss öffnet das Hochschulzertifikat als „Fachkraft für tiergestützte Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt tiergestützte Pädagogik, Therapie und Fördermaßnahmen“ den Absolventen ein vielfältiges Berufsfeld im Gesundheitsbereich wie etwa in der Altenpflege, in Hospizen und in Krankenhäusern, aber auch in Bildungsinstitutionen wie Kindergärten und Schulen. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich. Der Kurs startet im Oktober. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer ersten Meldung.
Ebenfalls erfreulich ist, dass im Hinblick auf eine Verbesserung des Schutzes von Versuchstieren einige Anstrengungen unternommen werden, auch wenn es auf diesem Gebiet noch sehr viel Luft nach oben gibt. Wichtig in diesem Kontext ist natürlich vor allem, dass die Methoden eine breite und zeitnahe Umsetzung erfahren. Und apropos Schnecken: Den diesjährigen Contest „Internationales Weichtier des Jahres“ konnte die Vampirschnecke für sich verbuchen. Wer Freude an Mollusken hat, der findet die Meldung unter unseren Kurznachrichten – wie auch eine zum „Urban Bee Concept“, das sich der Förderung der Koexistenz von Honig- und Wildbienen in Städten widmet.
Eine inspirierende Lektüre und ebensolche Tage wünscht Ihnen