Liebe Leserinnen und Leser,
der Deutsche Tierschutzbund mahnt, Haustiere nicht in das bunte Karnevalstreiben einzubeziehen. Auch fordert er wie in den Vorjahren Städte, Veranstalter und Festkomitees auf, bei Karnevalsumzügen auf Pferde zu verzichten. So können Lärm, Menschenmengen und ständig wechselnde Reize zu Fluchtreaktionen bei den Tieren führen. Unfälle mit Pferdekutschen in der Vergangenheit zeigten die potenziellen Gefahren deutlich auf. Für Tiere ist die fünfte Jahreszeit allgemein beängstigend, da sich ihnen der spontan einsetzende Unverstand menschlicher Mitgeschöpfe nicht erschließt.
Die Bundestierärztekammer (BTK) begrüßt unterdes die durch die Bundestierschutzbeauftragte Silvia Breher rechtliche Klarstellung des Begriffes „Fundtier“. So trage Brehers Schreiben dazu bei, Unsicherheiten in der Praxis zu beseitigen, eine einheitliche Anwendung des geltenden Rechts sicherzustellen und den praktischen Tierschutz zu stärken, wie die BTK mitteilt. Forschende der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben sich mit einem Tabu-Thema befasst: Sie haben den Tod von Haustieren in der gegenwärtigen Gesellschaft in einer aktuellen Studie untersucht. Diese und weitere spannende Meldungen lesen Sie in unserem heutigen Newsletter.
Wie
kurzweilig Fortbildungen sein können, durfte ich am Dienstagabend dieser Woche erfahren. In einer anderthalbstündigen Online-Veranstaltung haben die
Experten Prof. Christina Strube (TiHo Hannover), Prof. Gerhard Wess (LMU München), Prof. Wolfgang Bäumer (FU Berlin), PD Dr. Michael Leschnik (Vetmeduni Wien) und Dr. Ingo Schäfer (Laboklin) leidenschaftlich über die
Dirofilariose des Hundes diskutiert. Moderiert wurde die Runde von Dr. Jennifer von Luckner (AniCura Tierklinik Ahlen), der es gelang, durch die richtigen Fragen die in Teilen durchaus auch mal kontrovers geführte Debatte immer wieder neu anzufachen. Die Spezialisten stufen es als unverzichtbar ein,
Hunde mit positivem Testergebnis auf Dirofilaria immitis konsequent zu therapieren, um einerseits den betroffenen Hund zu behandeln und andererseits eine Etablierung des Erregers in der hiesigen Hundepopulation zu verhindern. Und zwar nach dem
klassischen Protokoll der American Heartworm Society. Die Guidelines und weitere Informationen
zum Thema Herzwurm sind auf
https://www.heartwormsociety.org/ zu finden.
Eine spannende Lektüre und eine fröhliche Woche wünscht