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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,
ich hoffe, Sie hatten einen guten Start in das neue Jahr und möchte Ihnen Gesundheit und Zuversicht für 2025 wünschen. Es scheint, als ob wir die auch bräuchten, denn aus veterinärmedizinischer Sicht ist es ein Jahresbeginn mit Paukenschlag: Am 10. Januar hat sich mit der Maul- und Klauenseuche ein „unliebsamer Bekannter“ in einer Wasserbüffelherde in Märkisch-Oderland eingefunden, den wirklich niemand auf dem Zettel hatte – das Landeslabor in Brandenburg jedoch schon! Prof. Martin Beer vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zollt den Kollegen Anerkennung dafür, dass sie auf das MKS-Virus getestet haben. Seither werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dem für Klauentiere hochinfektiösen Erreger keine Chance auf eine weitere Ausbreitung zu geben. Die Steuerung der Schutzmaßnahmen übernimmt ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eingerichteter Krisenstab, unterstützt durch die Expertise des FLI. Nun gilt es, die Daumen zu drücken, dass das Seuchengeschehen überschaubar bleibt.
Dass wir Tierseuchen immer im Blick behalten müssen, daran erinnern die Bundestierärztekammer und der Bundesverband der beamteten Tierärzte gemeinsam, denn die Blauzungenkrankheit wird 2025 erneut für großes Tierleid sorgen, wenn nicht vor Beginn der Mückensaison konsequent geimpft wird. Ebenfalls bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt haben neurologische Symptome bei Hunden, die unter dem irreführenden Begriff „Werwolf-Syndrom“ in die Presse-Annalen eingegangen sind. Die TiHO-Hannover und die LMU München führen gemeinsam mit Veterinärneurologen eine Umfrage durch, um unter anderem zu klären, ob die als Auslöser der Symptome verdächtigten Kauknochen tatsächlich ursächlich sind. Mehr zu allen diesen Nachrichten, und auch zu Vogelgrippe und Schweinepest, die sich immer wieder in Erinnerung rufen, lesen Sie im heutigen Newsletter und auf unserer Homepage.
Und wenn sie ein paar Euro sparen wollen, hier ein Hinweis: Vom 20. bis 23. Februar ist wieder „Bielefeld“. Die achtgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens mit ihrer charmant-markanten Stadthalle empfängt fortbildungswillige Tierärzte und TFAs in diesem Jahr mit dem graviden Thema „Der schweratmige Patient“. Günstige Frühbucherpreise gelten noch bis zum 20. Januar.
Eine interessante Lektüre und eine erfüllende Arbeitswoche wünscht Ihnen
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