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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt VetMed,
wer in Bielefeld bei der diesjährigen bpt-Intensiv-Fortbildung war, hat nicht nur ein tolles Gemeinschaftserlebnis hinter sich, sondern ist auch um viel Fachwissen reicher. So berichtete Dr. Jan-Gerd Kresken von der Tierklinik am Kaiserberg, Duisburg, über das „Phänomen“ TMT (transient myocardial thickening) bei der Katze. Auch nannte er Ereignisse, die einer TMT mit Lungenödem vorausgingen: Zumeist sei dies eine Vollnarkose, etwa zur Kastration. In der Regel fielen die Patienten zwei bis zehn Tage postoperativ durch erhöhte Atemfrequenz aufgrund des Lungenödemes auf, betroffen seien zumeist jüngere Katzen. Für einen Aha-Moment sorgte Kresken, als er das Auditorium fragte, wer der anwesenden Tierärzte bereits Bekanntschaft mit einem Lungenödem post-OP gemacht habe: Tatsächlich gingen zahlreiche Hände in die Höhe. Die genaue Pathophysiologie ist noch nicht geklärt. Das Ziel weiterer Untersuchungen liegt in der Erfassung einer möglichen Pharmakovigilanz und in der Prävention von Rezidiven, so Kresken. Weitere Informationen zur bpt-Intensiv-Fortbildung finden Sie im heutigen Newsletter.
Zwar sind Zecken aufgrund des Klimawandels mittlerweile das ganze Jahr über aktiv, doch bei steigenden Temperaturen erwachen die Lebensgeister noch ein bisschen mehr. Forschende erwarten für 2025 ein zeckenreiches Jahr. Neben einem guten Schutz des Vierbeiners gegen Zecken als Überträger von Babesiose und Anaplasmose, aber auch weiterer Krankheiten, sollten die Zweibeiner an eine FSME-Impfung denken, und das auch in Landkreisen, die bisher nicht als Risikogebiete beschrieben wurden. Ist der Hund klinisch an einer Babesiose erkrankt, kann eine Bluttransfusion lebensrettend sein. Ungünstig hierbei ist, dass die Zahl der Spenderhunde kaum ausreicht, um den Bedarf zu decken, wie Prof. Barbara Kohn von der FU Berlin beobachtet.
Eine kurzweilige Lektüre und viel Vergnügen in der fünften Jahreszeit wünscht Ihnen
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