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Liebe Leserinnen und Leser,
die Chip-Pflicht kommt! Unterhändler von Europaparlament und EU-Staaten haben sich unter anderem darauf verständigt, dass alle in der EU gehaltenen Hunde und Katzen durch einen Mikrochip identifizierbar sein müssen. Die EU will so den illegalen Handel mit den Tieren eindämmen und deren Schutz verbessern. Allerdings gibt es mehrjährige Übergangsfristen. In der EU werden offiziellen Angaben zufolge mehr als 72 Millionen Hunde und 83 Millionen Katzen gehalten. Es ist zu hoffen, dass mit den nun beschlossenen Maßnahmen eine effektive Verbesserung des Tierwohls erzielt werden kann. Die Bundestierärztekammer spricht sich unterdes klar gegen eine Lockerung der „Blutregel“ im Pferdesport aus und begrüßt ausdrücklich, dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) dies ebenfalls ablehnt. Auf dem bpt-Kongress in Wiesbaden, der heute beginnt, werden Erkrankungen des Pferdes am Freitag und Samstag eine tragende Rolle spielen, aber auch die Kleintierpraktiker kommen nicht zu kurz. Den Link zur Anmeldung finden Sie unter unseren Terminen. Ich hoffe, wir sehen uns!
In einem Fallbericht empfehlen Tierärzte der North Carolina State University, Raleigh, USA, dass bei Hunden mit Megaösophagus, die nicht auf die medikamentöse Therapie ansprechen oder eine Verschlechterung zuvor kontrollierter Symptome zeigen, eine Ösophagoskopie zur Abklärung einer Candida-Ösophagitis in Betracht gezogen werden sollte. Ein 16 Monate alter, intakter King Shepherd Rüde und eine zwei Jahre alte, kastrierte Deutsche Schäferhündin wurden wegen eines Megaösophagus mit chronischem Regurgitieren beim Tierarzt vorgestellt. In beiden Fällen zeigte die Ösophagoskopie diffuse, weiße Pilzbeläge, und die Bürstenzytologie ergab eine schwere Ösophagitis mit zahlreichen Hefezellen. Die Pilzkulturen waren in beiden Fällen positiv für Candida albicans. Die Hunde wurden mit Fluconazol behandelt, was zu einer Besserung bzw. Heilung der Candida-Ösophagitis führte. Die Autoren räumen ein, dass Tierärzte eine Ösophagoskopie bei Hunden mit radiologisch diagnostiziertem Megaösophagus möglicherweise nicht routinemäßig in Betracht ziehen, weil das Risiko einer Aspirationspneumonie besteht. Sie geben jedoch zu bedenken, dass, obwohl die Candida-Ösophagitis bei Hunden selten zu sein scheint, eine frühzeitige Erkennung mithilfe einer Ösophagoskopie zu besseren Ergebnissen für betroffene Patienten führen kann. Den Link zum Fallbericht finden Sie in unserer Studienauswahl.
Eine kurzweilige Lektüre und einen schönen Aufenthalt in Wiesbaden wünscht Ihnen
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