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Liebe Leserinnen und Leser,
dieser Tage machen Kühe Schlagzeilen. Sicher haben Sie die bemerkenswerten Videos von Veronika, einer Braunvieh-Dame aus Österreich mitbekommen, die sich mithilfe eines Schrubbers selbst am Rücken kratzt. Die andere Kuh, die in die Schlagzeilen geraten ist, stammt aus den Niederlanden. Bei dieser einen Kuh wurden bei einer Überprüfung sämtlicher Kühe eines Betriebes AK gegen das Vogelgrippe-Virus festgestellt. Die Untersuchung war anberaumt worden, weil eine Katze auf dem Betrieb am 26.12.2025 an Vogelgrippe verendet war. Was im Fall eines Vogelgrippe-Nachweises etwa bei Milchvieh in Deutschland passieren würde, darüber gibt Prof. Martin Beer, Vize-Präsident des Friedrich-Loeffler-Institutes, in unserer ersten Meldung Auskunft. Zum Thema Vogelgrippe finden Sie zwei Meldungen, eine in den Nachrichten und eine in den Kurznachrichten.
Auch auf dem Leipziger Tierärztekongress war die Vogelgrippe Thema. Insgesamt gab es so viel zu erkunden in den drei Tagen in Leipzig, dass einem mal wieder bewusst wurde, dass Wissen und das Streben nach dessen Erlangen ein Ringen mit der Unendlichkeit ist. So oder so ähnlich muss es auch einem Team von Wissenschaftlern ergangen sein, das in einer langjährigen Forschungsodysee eine seit dem 17. Jahrhundert bestehende Annahme über die Funktion des mysteriösen Pecten oculi widerlegen konnte.
Ebenfalls über einen sehr spannenden Fall berichten spanische Kollegen: Wie bei Menschen haben auch splenektomierte Hunde ein höheres Risiko, eine schwere Babesiose zu entwickeln. Hämatologische Manifestationen bei Hunden, die mit Babesia vulpes infiziert sind, reichen von leichter Anämie und Thrombozytopenie bis hin zu schwerer hämolytischer Anämie, Panzytopenie und disseminierter intravasaler Gerinnung. Eine weitere Komplikation, die bei Menschen mit schwerer Babesiose, obwohl selten, beschrieben wird, ist die Entwicklung eines Hämophagozytischen Syndroms (HPS). Der Bericht, der HPS bei einem Hund mit einer schweren B.-vulpes-Infektion nach Splenektomie inklusive erfolgreicher Behandlung beschreibt, ist nach bestem Wissen der Autoren der erste seiner Art. Den Link zum Fall finden Sie unter unserer Studienauswahl.
Eine kurzweilige Lektüre und eine gute Woche wünscht Ihnen
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