Ausgabe 45/2025

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Dienstag, 04. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

die Vorstellung ist ein wenig befremdlich: eine Spritze ins Auge – verabreicht von einem Roboterarm. Doch nach dem ersten innerlichen Zurückzucken ist das an der TU München gestartete Projekt zur Unterstützung der intravitrealen operativen Medikamentengabe (IVOM) für Patienten mit feuchter AMD von hoher Relevanz: Der Roboter führt und platziert eine Injektionsnadel genauer und ruhiger als eine menschliche Hand dies jemals könnte. Außerdem soll das Projekt zur robotergestützten Mikrochirurgie den demografisch bedingt wachsenden IVOM-Bedarf bei gleichzeitigem Fachkräftemangel adressieren. Doch noch ist das Projekt von der Anwendung am Menschen einige Jahre entfernt. Der nächste Schritt werden Injektionen in Kadaveraugen von Schweinen sein.
Eine andere schwere retinale Erkrankung ist die Diabetische Retinopathie (DR). Dass Lebensstilfaktoren und Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle bei der Entstehung und Progression spielen, ist bekannt. Dass aber auch der Chronotyp eines Menschen ein entscheidender Faktor sein kann, haben nun japanische Forscher in einer Studie aufgezeigt. Nach ihren Erkenntnissen haben Menschen mit Typ-2-Diabetes und einem abendlichen Chronotyp – sogenannte Nachteulen – sowohl eine schlechtere Blutzuckerkontrolle als auch ein höheres Risiko für das Auftreten und Fortschreiten einer DR. Nun wollen die Forscher weiter untersuchen, inwiefern der Chronotyp in die Behandlung einbezogen werden sollte.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.
 

Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
Hochpräzise IVOM: Forschungsprojekt zur Spritzengabe per Roboter

Hochpräzise IVOM: Forschungsprojekt zur Spritzengabe per Roboter

Medizinische Roboter können präziser agieren als menschliche Fachleute – das geben inzwischen sogar viele Chirurgen zu. Doch die aufwändige Vorbereitung von Roboter-assistierten Operationen dauert bisher noch recht lang. Der von Prof. Mohammad Ali Nasseri von der Technischen Universität München (TUM) entwickelte neue Roboter-Assistent für Injektionen bei Altersbedingter Makuladegeneration (AMD) ist hingegen in nur knapp fünf Minuten startklar.

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Diabetische Retinopathie: Höheres Risiko für Nachteulen?

Menschen mit Typ-2-Diabetes und abendlichem Chronotyp – sogenannte Nachteulen – haben ein deutlich höheres Risiko für das Auftreten oder Fortschreiten einer diabetischen Retinopathie, wie neueste Studiendaten aus Japan zeigen.

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Trockene Augen: Internationale Erhebung zeigt Versorgungssituation auf 

Trockene Augen: Internationale Erhebung zeigt Versorgungssituation auf 

Trockene Augen können erhebliche Beschwerden verursachen. Die Symptome werden mit zunehmendem Alter häufiger. Bisher war jedoch unklar, welcher Anteil der Bevölkerung an der Erkrankung leidet. Die Schätzungen reichen von fünf bis 50 Prozent. Eine aktuelle Untersuchung gibt tiefere Einblicke in die Versorgungssituation.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Lipidomische Analyse des Glaskörpers von Patienten mit proliferativer Diabetischer Retinopathie
BMC Ophthalmol 06.10.2025

Zehn-Jahres-Studie zum Baerveldt-Glaukom-Drainageimplantat bei einer australischen pädiatrischen Population
Eye (Lond) 06.10.2025

Optische Kohärenztomographie-Angiographie zur Identifizierung von Aquaporin-4-Antikörper-positiven Erkrankungen des Neuromyelitis-optica-Spektrums
BMC Ophthalmol 07.10.2025

Lesen Sie hier das aktuelle Editorial unseres Fachexperten (medical) Prof. Uwe Pleyer.

 
 

Myasthenia gravis: IL-40-Spiegel korreliert mit Krankheitsaktivität

Bei Myasthenia gravis sind die Serumspiegel des Zytokins Interleukin-40 erhöht und korrelieren mit der Krankheitsaktivität. Dies könnte eine wenig invasive Überwachung der Autoimmunerkrankung ermöglichen.

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Gehirn-Organoide: Neue Einblicke in seltene Hirnentwicklungsstörung LIS1 – Lissencephalie

Gehirn-Organoide: Neue Einblicke in seltene Hirnentwicklungsstörung LIS1 – Lissencephalie

Eine Mannheimer Forschungsgruppe hat gemeinsam mit internationalen Partnern erstmals patientenabgeleitete Gehirn-Organoide entwickelt, um die seltene genetische Erkrankung LIS1 – Lissencephalie besser zu verstehen. Die Studie zeigt, wie genetische Veränderungen die Zellstruktur und Proteinfunktion stören und damit unterschiedliche Krankheitsverläufe verursachen. Erste Laborergebnisse deuten darauf hin, dass bereits verfügbare Medikamente helfen könnten.

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KURZMELDUNGEN:

Die Europäische Fachgesellschaft für endokrine Orbitopathie (EUGOGO) hat dem Orbita­zentrum am Universitätsklinikum Freiburg eine sehr hohe Behandlungsqualität bei dieser weit verbreiteten Autoimmunerkrankung der Augenhöhle bestätigt. Freiburg zählt nun zu den fünf EUGOGO-zertifizierten Zentren in Deutschland für die spezialisierte Versorgung von Patienten mit endokriner Orbitopathie.
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Befunde, Laborwerte und andere Gesundheits­daten: Versicherte können digital auf sie zugreifen, denn seit einem Monat müssen medizinische Einrichtungen diese Daten in die E-Akte laden. Für so manchen Patienten halten die Einträge aber auch unliebsame Überraschungen bereit.
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Mehr Investitionen, Umsatz und Produktion: Die deutsche Pharmabranche wächst gegen den wirtschaftlichen Trend. Dabei ist ausgerechnet der Zollstreit mit Trump ein wichtiger Treiber. Für 2026 sind die Aussichten jedoch trüber.
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In Sachsen denken viele Ärzte darüber nach, früher als geplant in den Ruhestand zu gehen. Burnout spielt dabei eine entscheidende Rolle. Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der der Sächsischen Landesärztekammer.
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TERMINE:

cornea 25 - Düsseldorfer Meisterkurs Okuloplastische Chirurgie & 15. Düsseldorfer Hornhauttag
7.–8. November 2025
Düsseldorf

98. Versammlung des Vereins Rhein-Mainischer Augenärzte
8. November 2025
Darmstadt

Fortbildung der Universitätsmedizin Mainz – Katarakt- und Refraktivchirurgie
12. November
Mainz

MIGS-Symposium 2025
29. November 2025
online

 
 

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