Ausgabe 33/2026

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Dienstag, 11. August 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

ein schwedisches Forschungsteam hat ein diagnostisches Modell entwickelt, um COVID-19-bedingte Augenprobleme zu erkennen. Die in einer aktuellen Studie entdeckten Anomalien bei den Teilnehmern weisen den Forschern zufolge auf ein spezielles Augensyndrom hin, das nach COVID-19 auftritt. Zu den beobachteten Symptomen zählen unter anderem extreme Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Leseschwierigkeiten, Probleme beim Fokussieren und eine bei Erwachsenen seltene Form des Strabismus.

Erste Ergebnisse einer US-amerikanischen Forschungsgruppe deuten auf eine mögliche Strategie hin, um degenerative Prozesse innerhalb der Netzhaut zu verlangsamen: Die eigene Reaktion des Gewebes auf Schädigungen soll verstärkt werden. Im Mittelpunkt der Forschung steht das Molekül Erucamid. Dessen Signalübertragung könnte gezielt moduliert werden.

Eine chinesische Multicenterstudie hat den Stellenwert einer Vier-Zonen-Sklerallinse bei der Korrektur von Hornhautirregularitäten analysiert. Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass die von ihnen untersuchte Sklerallinse eine bedeutende Sehverbesserung und eine gute Toleranz für entsprechend ausgewählte Patienten bieten kann. Zugleich verweisen sie jedoch auf die Limitationen der Studie und die bisher nur dreimonatige Nachbeobachtungszeit. Eine Studie, die Ein-Jahres-Ergebnisse liefern solle, sei bereits gestartet worden.

Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.

Wir gehen in eine kurze Sommerpause und melden uns am 25. August wieder mit neuen Informationen aus der Ophthalmologie.

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
Augenprobleme nach COVID-19: Aktuelle Studie bietet Erklärungsansatz

Augenprobleme nach COVID-19: Aktuelle Studie bietet Erklärungsansatz

Eine milde COVID-19-Infektion kann laut einer Studie der Universität Linköping, Schweden, schwere und lange anhaltende Augenprobleme verursachen. Die Studie erklärt auch, warum es für Betroffene schwierig war, Hilfe zu erhalten: Das abnormale Augenverhalten kann nicht mithilfe von Standardmethoden erkannt werden.

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Schlüsselrolle der Augenärzte in der Krebstherapie

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs), die monoklonale Antikörper mit zytotoxischen Wirkstoffen kombinieren, sind ein wichtiger Bestandteil der Präzisionsonkologie. ADCs können augenbezogene Nebenwirkungen (NW) hervorrufen. Augenärzte spielen daher eine Schlüsselrolle beim Nebenwirkungsmanagement des Patienten. NW-Früherkennung und Diagnostik erhöhen die Therapiesicherheit dieser Krebspatienten.

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Irreguläre Hornhäute: Stellenwert einer Vier-Zonen-Sklerallinse untersucht

Wie können Patienten mit unregelmäßigen Hornhäuten besser sehen? Eine multizentrische Studie aus China zeigt eine kurzfristige Verbesserung des Sehvermögens mit einer Vier-Zonen-Sklerallinse.

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Netzhautdegeneration: Neu identifiziertes Molekül verstärkt Schutzreaktion

Netzhautdegeneration: Neu identifiziertes Molekül verstärkt Schutzreaktion

Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat herausgefunden, dass das natürlich vorkommende Molekül Erucamid zentral für die Kommunikation der Netzhautzellen ist. Dies wiederum könnte für regenerative Prozesse in der Retina bedeutsam sein.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vergleich der retinalen Minderdurchblutung bei Diabetischem Makulaödem unter Behandlung mit Brolucizumab versus Aflibercept: Eine Analyse der KINGFISHER-Studie.
Am J Ophthalmol 23.07.2026

Klinisch ausgerichtete Künstliche Intelligenz zur Glaukomdiagnose: Verbesserung der Interpretation der retinalen Nervenfaserschicht anhand von Fundusaufnahmen.
Eye (Lond) 23.07.2026

Schätzung der Hämoglobinkonzentration und Bewertung des Anämierisikos anhand von retinalen Fundusaufnahmen auf der Basis von Foundation-Modellen.
Eye (Lond) 22.06.2026

Lesen Sie hier das aktuelle Editorial unseres Fachexperten (surgical) Dr. Detlef Holland.

 
 

Flexibler und schneller: Hornhautbank in Homburg erhält E-Auto als Spende

Die Hornhautbank der Augenklinik des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) ist mobiler geworden. Durch die Unterstützung mehrerer Lions-Clubs und weiterer Sponsoren konnte für die Logistik der Hornhautbank ein eigenes E-Auto samt Ladestation angeschafft werden.

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Genaktivität schwankt über die Zeit stärker als gedacht

Genaktivität schwankt über die Zeit stärker als gedacht

Zeitliche Schwankungen der Genexpression sind keine Ausnahme, sondern ein grundlegendes Merkmal menschlicher Biologie, wie eine neue Studie offenbart. Das könnte Konsequenzen für die Entwicklung und Anwendung medizinischer Biomarker haben.

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KURZMELDUNGEN:

Augenlaseroperationen haben sich hier­zulande etabliert. Was bedeutet das für Augenoptiker-Ketten wie Fielmann? Die Deutsche Presse-Agentur fragte nach.
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Am Mittwoch, 12. August 2026, ist eine Sonnenfinsternis zu sehen. Die Universitäts-Augenklinik Freiburg rät, diese nur mit einer intakten und speziell dafür zertifizierten Sonnenfinsternisbrille zu beobachten.
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Wenn Krankenkassen Geld anlegen, müssen Verluste laut Gesetz ausgeschlossen erscheinen. In vielen Fällen haben Investments in fragwürdige Anlagen offenbar jedoch zu Totalausfällen von Millionensummen geführt.
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TERMINE:

19. RG nachgefragt: Online-Gespräche der Retinologischen Gesellschaft
19. August 2026
online

Klinischer Nachmittag der Augenheilkunde
21. August 2026
Frankfurt am Main

Fortbildung der Augenklinik Petrisberg
26. August 2026
Trier

33. Jahrestagung der Sachsen-Anhaltisch-Thüringischen Augenärztegesellschaft
28.–29. August 2026
Dessau

16. Potsdamer Ophthalmologisches Symposium
5. September 2026
Potsdam

 
 

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