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Liebe Leserinnen und Leser,
es gibt neue Erkenntnisse aus der Forschung, die zeigen, wie sich altersbedingte Katarakte entwickeln könnten. US-amerikanische Forschende haben herausgefunden, dass eine minimale chemische Veränderung in den Kristallinen der Augenlinse dazu führen kann, dass das Protein mit der Zeit leichter verklumpt. Für ihre Untersuchungen bedienten sich die Wissenschaftler eines Werkzeuges namens „Genetic Code Expansion“, um Proteine gezielt mit bestimmten chemischen Eigenschaften auszustatten und altersbedingte Schädigungen nachzubilden. Auf diese Weise konnten die Forscher nachvollziehen, wie sich solche Veränderungen auf Struktur und Verhalten der Linsenproteine auswirken. Die Erkenntnisse der Forschenden könnten neue Perspektiven für nicht operative Therapien oder gar präventive Ansätze, die die Katarakt-Entstehung verzögern oder verhindern, eröffnen.
Eine neue „Lancet“-Studie hat das Vorhersagepotenzial von Netzhautbildern als Screening-Strategie untersucht. Ziel der Forschenden war es, systematisch zu beurteilen, inwieweit nicht invasive kostengünstige Fundusfotografien das Auftreten neuer Erkrankungen über das gesamte Spektrum des menschlichen Phänotyps hinweg prognostizieren können. Zudem sollte der Mehrwert gegenüber leicht verfügbaren Patientenmerkmalen bewertet werden. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen das große Potenzial dieser breit zugänglichen Bildgebung – sowohl für die individuelle Risikobewertung als auch für die Früherkennung von Krankheiten.
Vielleicht interessieren Sie auch Neuigkeiten aus der Forschung zur visuellen Wahrnehmung: So ist es einem deutschen Team um Arthur Konnerth gelungen, die mit dem Nobelpreis von 1981 ausgezeichnete Theorie der visuellen Wahrnehmung experimentell zu bestätigen. Und Forschende am Exzellenzcluster Science of Intelligence in Berlin haben untersucht, wie das Gehirn ein stabiles, zusammenhängendes Bild der Umgebung trotz der ruckartigen Bewegungen unserer Augen erzeugen kann.
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