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Empagliflozin hemmt den renalen Natrium(Sodium)-Glukose-Cotransporter-2 (SGLT-2) und bewirkt bei Hyperglykämie eine verstärkte renale Glukose-Ausscheidung. Das führt zu einer insulinunabhängigen Blutzuckersenkung, weshalb das Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt wird. Nun haben US-amerikanische Wissenschaftler anhand einer Kohortenstudie herausgefunden, dass Empagliflozin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und bestehender nichtproliferativer Diabetischer Retinopathie (DR) das Risiko für ein Fortschreiten der DR senken kann. Diese Ergebnisse könnten in der Therapie-Entscheidung bei Typ-2-Diabetes-Erkrankten mit bestehender DR oder mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer DR hilfreich sein.
Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 die Blut-Retina-Schranke durchdringen und das Sehvermögen schädigen kann (Monu M et al.). Ein US-amerikanisches Forschungsteam konnte mithilfe eines Mausmodells nicht nur SARS-CoV-2 im Pigmentepithel der Netzhaut nachweisen, sondern zudem zeigen, dass das Virus eine Entzündung im retinalen Pigmentepithel, einschließlich einer Komplementaktivierung und einer erhöhten Produktion und Sekretion von entzündlichen Zytokinen hervorrufen kann. Aus diesen Ergebnissen schließen die Wissenschaftler, dass eine SARS-CoV-2-Infektion den Ausbruch und das Fortschreiten der altersbedingten Makuladegeneration beschleunigen könnte.
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