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Liebe Leserinnen und Leser,
Hornhautverletzungen durch Traumata sowie trockene Augen betreffen sehr viele Menschen. Forschende der University of Pittsburgh, USA, haben nun sogenannte „lebende Augentropfen“ entwickelt: Harmlose Bakterien werden genetisch so modifiziert, dass sie das entzündungshemmende Molekül IL-10 produzieren und dadurch Hornhautverletzungen schneller heilen lassen. Erste Studien im Mausmodell und an humanen Hornhautzellen zeigen vielversprechende Ergebnisse. Dieser Ansatz könnte künftig nachhaltige und gezielte Therapien für Augenverletzungen und Entzündungen ermöglichen.
Aus der Grundlagenforschung: Ein internationales Forschungsteam der Stanford University, USA, und der Universität Göttingen hat im visuellen Kortex von Mäusen bislang unbekannte Nervenzellen entdeckt. Diese zweigeteilten Neurone reagieren auf Unterschiede in Textur oder räumlicher Frequenz – also auf Objekte, die sich von ihrem Hintergrund abheben. Mithilfe digitaler Zwillinge konnten die Vorhersagen experimentell bestätigt werden. Diese Entdeckung könnte helfen, zu verstehen, wie das Gehirn komplexe Szenen verarbeitet.
Letzte Woche versammelte sich das augenmedizinische Fachpublikum im Congress Center Düsseldorf zum größten Fortbildungskongress – der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD). Von Mittwoch bis Samstag bot das Programm eine Mischung aus Vorträgen zu aktuellen Entwicklungen, Wetlabs, interaktiven Workshops, praxisnahen Kursen und hochkarätigen Keynote Lectures. So gab Prof. Ramin Khoramnia in seiner Keynote spannende Einblicke in verschiedene Intraokularlinsen zur Presbyopiekorrektur und deren Eigenschaften. Der Endokrinologe und Diabetologe Prof. Stefan Kopf beleuchtete, warum neue Diabetes-Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid als mögliche „Gamechanger“ gelten und welche Chancen und Risiken sie für die Augengesundheit bergen. Zudem berichteten Dr. Michael Oeverhaus und Prof. Focke Ziemssen im Symposium „Künstliche Intelligenz (KI) in Wissenschaft und Praxis“, wie KI schon heute Praxisabläufe optimieren kann und ophthalmologische Bilddaten analysiert werden – und welche Entwicklungen in Zukunft zu erwarten sind.
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Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen
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