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seltene Augenkrankheiten sind oft nur schwer zu diagnostizieren – vor allem dann, wenn sie genetischen Ursprungs sind. Patienten mit seltenen erblichen Netzhauterkrankungen (IRDs) erleben in vielen Fällen eine „Diagnose-Odyssee“, bevor erkannt wird, woran genau sie leiden. Diese Odyssee, so hofft ein internationales Forscherteam, könnte nun mithilfe des Deep-Learning-Algorithmus Eye2Gene enden oder zumindest deutlich verkürzt werden. Das auf Basis Tausender Netzhautscans trainierte KI-Tool kann zwischen 63 verschiedenen IRDs unterscheiden und so wesentlich zu deren Früherkennung beitragen. An der Studie beteiligt war auch die Universitätsaugenklinik Bonn.
Eine seltene Netzhauterkrankung, deren Ursache bislang noch nicht eindeutig geklärt werden konnte, ist MacTel Typ 2. Bei diesen makulären Teleangiektasien kommt es zu Gefäßerweiterungen im Bereich der Makula, die meist bei Menschen im Alter von etwa 50 bis 60 Jahren zu einer allmählichen Verschlechterung des zentralen Sehvermögens führen. Eine neue, in den USA bereits zugelassene Therapie kann diesen Patienten nun mögliche Hilfe bieten. Ein Implantat, das ein therapeutisches Protein (CNTF) kontinuierlich freisetzt, wurde in zwei klinischen Phase-III-Studien untersucht. Den Autoren zufolge führte diese Therapie dazu, dass der Verlauf von MacTel „entscheidend verändert“ werden konnte.
Zu unerwarteter und potenziell gefährlicher Kritik an Sonnenbrillen ist es jüngst offenbar durch Influencer gekommen. Ein Faktencheck mit Experten rückt hier nochmals einiges richtig: Sonnenbrillen müssen weder unangemessen teuer sein noch führen sie zur Katarakt oder zu einem Vitamin-D-Mangel.
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