Ausgabe 4/2026

Klicken Sie hier, um diesen Newsletter online anzusehen!

newsletter-logo-kom-onko
 
 

Dienstag, 20. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

zur Linderung von Augenbeschwerden wie etwa Trockenheit oder bei leichten Reizungen beziehungsweise Verletzungen der Augenoberfläche werden häufig Augensalben auf Basis von Petrolatum eingesetzt. Diese Präparate dienen dem Schutz der okulären Oberfläche, der Aufrechterhaltung der Hydratation sowie der Unterstützung physiologischer Heilungsprozesse. Bei Glaukompatienten mit MicroShunt kann der Einsatz petrolatumhaltiger Augensalben jedoch zu schwerwiegenden implantatassoziierten Komplikationen führen, die unter Umständen sogar eine Explantation erforderlich machen. Das beim MicroShunt verwendete Material zeigt bei direktem Kontakt mit Petrolatum eine ausgeprägte Materialempfindlichkeit, die sich in strukturellen Veränderungen wie Quellung bis hin zu Rissbildungen äußern kann. Eine japanische Studie konnte diesen Zusammenhang sowohl klinisch als auch in vitro nachweisen. Vor diesem Hintergrund raten die Autoren ausdrücklich von der Anwendung petrolatumhaltiger Augensalben bei Patienten mit MicroShunt-Implantat ab.
Britische Forscher haben eine neue Behandlungsoption für eine seltene und bislang nicht heilbare Erkrankung, die okuläre Hypotonie, entwickelt. Im Rahmen einer klinischen Untersuchung konnten die Wissenschaftler zeigen, dass Hydroxypropylmethylcellulose, ein in der Augenchirurgie routinemäßig eingesetztes Viskoelastikum, sicher und effektiv angewendet werden kann. Die Autoren berichten, dass das kostengünstige Gel das intraokulare Volumen hypotoner Augen zuverlässig stabilisiert und darüber hinaus zu einer klinisch relevanten Verbesserung der Sehfunktion führt. Diese Ergebnisse könnten betroffenen Patienten neue Perspektiven auf eine sichere und wirksame Therapieoption eröffnen.
Ein Blick in die Grundlagenforschung: Einem Bonner Forschungsteam ist es gelungen, retinale Organoide mit endothelialen Zellen zu kombinieren und damit vaskularisierte Netzhautorganoide zu erzeugen. Diese zeigen den Wissenschaftlern zufolge nicht nur eine verbesserte Funktion der Sehnervenzellen, sondern ermöglichen auch die Ausbildung intakter Lichtsignalwege von den Photorezeptoren bis zu den retinalen Ganglienzellen. Damit könnten diese menschlichen Netzhautmodelle neue Perspektiven für die Erforschung retinaler Erkrankungen, die präklinische Testung pharmakologischer Wirkstoffe sowie die Entwicklung zukünftiger therapeutischer Ansätze bieten.
Lesen Sie hierzu und zu anderen Themen mehr in unserem heutigen Newsletter.
 
Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen

   Ihr
   Dieter Kaulard
   und
   Ihre
   Sandy Schulz

 

 
 
Glaukom: Gängige Augensalben können Implantate schädigen

Glaukom: Gängige Augensalben können Implantate schädigen

Anhand klinischer und experimenteller Belege zeigt eine neue Studie der Nagoya-Universität (Japan), dass Augensalben auf Petrolatum-Basis ein bestimmtes Drainage-Implantat beeinträchtigen können.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 

 
 

Okuläre Hypotonie: Intravitreale Gel-Injektion zeigt vielversprechende Ergebnisse

Eine aktuelle britische Studie belegt die Wirksamkeit einer weitverbreiteten intravitrealen Injektion zur Behandlung der bislang als unheilbar geltenden seltenen okulären Hypotonie.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Retinale Organoide: Gefäßnetzwerke verbessern Überleben und Funktion von Sehnervzellen

Retinale Organoide: Gefäßnetzwerke verbessern Überleben und Funktion von Sehnervzellen

Forscher aus Bonn und Basel haben eine neue Methode entwickelt, um menschliche retinale Organoide mit künstlichen Blutgefäßstrukturen auszustatten.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Vergleich der Wirksamkeit von penetrierender Keratoplastik und konservativer Anwendung von Cyanacrylat-Gewebekleber bei Hornhautperforation und -verdünnung.
Eye (Lond) 08.01.2026

Systemische immunsuppressive Therapie bei idiopathischer nicht infektiöser Uveitis und Skleritis: Krankheitsremission, Absetzen der Therapie und Rückfallmuster.
Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol 07.01.2026

Sklerafixierte Intraokularlinsen bei Kindern: eine Metaanalyse und systematische Übersicht.
Br J Ophthalmol 07.01.2026

Lesen Sie hier das aktuelle Editorial unseres Fachexperten (medical) Prof. Uwe Pleyer.

 
 

Energie des Blinzelns: Forscher entwickeln selbstversorgenden Eye-Tracker

Ein chinesisches Forschungsteam hat ein leichtes, selbstversorgendes Eye-Tracking-System vorgestellt.

Lesen Sie hier weiter ...
 

 
 
Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen

Biosensoren: Mit leuchtenden GPCRs Licht ins Dunkel bringen

Einem Forschungsteam der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, erstmals in lebenden Zellen zu beobachten, wie G-Protein-gekoppelte Rezeptoren auf Wirkstoffe reagieren.

Lesen Sie hier weiter ...
 
 
 

KURZMELDUNGEN:

Eine aktuelle Erhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland zeigt, dass mehr als die Hälfte der Arzt- und Psychotherapiepraxen mit ihrem Praxisverwaltungssystem unzufrieden ist und einen Wechsel in Betracht zieht.
Weiterlesen ...

Auch ein Jahr nach dem Start der elektronischen Patientenakte wird das digitale Angebot trotz hoher Bekanntheit von nur knapp 20 Prozent der gesetzlich Versicherten genutzt. Das zeigt eine Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland.
Weiterlesen ...

Um innovative Therapien effizienter aus der translationalen Forschung in die klinische Anwendung zu überführen, hat die Universitätsmedizin Magdeburg ein neues Zentrum etabliert. Dieses bündelt interdisziplinär Forschung, Entwicklung und klinische Implementierung moderner Zell- und Immuntherapien zur Behandlung von Krebserkrankungen sowie Autoimmun- und Infektionskrankheiten.
Weiterlesen ...

TERMINE:

17. RG – nachgefragt: Online-Gespräche der Retinologischen Gesellschaft. Photobiomodulation – was ist wirklich dran?
28.01.2026
online

Münsteraner Refraktionskurs
30.01.2026
Münster

XXV. Ophthalmologisch-Optische Fortbildung
31.01.2026
Münster

9. Freiburger Augenabend
06.02.2026
Freiburg

 
 

„OPHTHALMOLOGISCHE NACHRICHTEN“ ist ein Titel der Biermann Verlag GmbH in Köln. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie für diesen Newsletter angemeldet sind. Sie können in unserem Fachportal weitere Newsletter zu verschiedenen medizinischen Fachrichtungen abonnieren. Sollten Sie kein Interesse mehr an diesem Newsletter haben, können Sie sich hier abmelden. Haben Sie Fragen oder Anregungen zu unseren Themen und Inhalten, freuen wir uns auf Ihre E-Mail: [email protected]. Bitte beachten Sie, dass dieser Newsletter nur Angehörigen der Heilberufe gemäß HWG §10 zugänglich gemacht werden darf; das gilt auch für das Weiterempfehlen und Weiterleiten.

Impressum: Biermann Verlag GmbH | MedCon Health Contents GmbH | HRB Bonn 11110 | HRB Köln 78926

Hier finden Sie unsere Datenschutzhinweise

Geschäftsführer: Dr. med. Hans Biermann

Hier vollständiges Impressum aufrufen