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Liebe Leserinnen und Leser der Ophthalmologischen Nachrichten,
Augenerkrankungen bei Kindern wie Myopie, Strabismus oder Ptosis sollten in möglichst frühen Jahren erkannt werden. Wissenschaftler einer chinesischen Forschungsgruppe aus Shanghai entwickelten daher ein auf Deep Learning basierendes Modell, das ausschließlich mit Smartphone-Fotos trainiert wurde. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass ein solches Modell für die Früherkennung pädiatrischer Augenkrankheiten zukünftig einsetzbar sein könnte.
Alles ist mit allem verbunden. Dies trifft offenbar auch auf die Nieren und das visuelle System zu. Die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen, und hierzu zählt nicht zuletzt die Verarbeitung visueller Reize, können infolge einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) eingeschränkt sein. Die CKD kann die Barrierefunktion der Endothelzellen des Gehirns beeinträchtigen, und diese Störung der Blut-Hirn-Schranke wiederum ermöglicht es toxischen Substanzen, im Gehirn Entzündungsreaktionen auszulösen, indem Mikroglia-Zellen aktiviert werden. Letztlich wird, wie Leipziger Forscher nun herausfanden, die Feinregulierung der Kaliumverteilung gestört. Wird dieser gestörte Mechanismus behandelt, so die Annahme, verbessert sich auch wieder die kognitive Wahrnehmung.
Zuletzt noch ein Blick nach oben – ins Weltall. Astronauten, die der Schwerelosigkeit ausgesetzt sind, erleben immer wieder Veränderungen der Augen respektive des Sehvermögens. Dieses Phänomen wird Spaceflight Associated Neuro-Ocular Syndrome (SANS) genannt und international erforscht. Das Medical College Georgia in den USA will das Syndrom nun mithilfe eigens dazu entwickelter, portabler 3-D-Ultraschallgeräte im Rahmen des Polaris-Programms untersuchen. In Düsseldorf (wir berichteten) erforscht ein interdisziplinäres Team der Universitätsklinik in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt das SANS.
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