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Liebe Leserinnen und Leser,
gibt es einen Durchbruch in der Therapie des fortgeschrittenen Stadiums der trockenen AMD? Für diese schwere Spätform der AMD – die geographische Atrophie (GA) – existiert in Europa bislang keine zugelassene Behandlungsmöglichkeit. Der Verlauf kann allenfalls verzögert werden. Nun könnten jedoch die Ergebnisse einer internationalen klinischen Studie GA-Patienten Hoffnung geben. Mithilfe eines subretinalen photovoltaischen Netzhautimplantates gelang es einem Forschungsteam, bei der großen Mehrheit der 38 Studienpatienten eine signifikante Verbesserung des zentralen Sehvermögens zu erreichen. Zulassungsverfahren für das System sind in Europa bereits angelaufen. Dies teilte die bei der Studie federführende Universitäts-Augenklinik Bonn mit.
Behandeln oder abwarten? Die Antwort auf diese Frage könnte künftig bei Keratokonus-Patienten mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) schneller gegeben werden. Ein in Großbritannien entwickelter KI-Algorithmus ist in der Lage, bereits nach der ersten Augenuntersuchung eine genaue Prognose abzugeben, ob sich der Zustand eines Keratokonus verschlechtern oder stabilisieren wird. So war es den Forschern zufolge möglich, die Patienten in Risikogruppen einzuordnen. Bis zu 90 Prozent der Patienten hätten erfolgreich kategorisiert werden können. Der mit Millionen von Augenscans trainierte KI-Algorithmus soll nun über die Vorhersage der Keratokonus-Progression hinaus auch für die Erkennung anderer Augenerkrankungen weiterentwickelt werden.
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